19.06.2019
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Gelebte Ökumene: NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, zu Gast in Enge ...

Serap Güler befasste sich mit den Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen.

Serap Güler befasste sich mit den Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen.

Foto:

Eischeid

Engelskirchen -

(ei) Zum Neujahresempfang der Ökumene hatten der katholische Seelsorgebereich Engelskirchen sowie die evangelischen Kirchengemeinden Engelskirchen und Ründeroth in die Kleine Philharmonie der Aggertalklinik eingeladen.

Pfarrer Christoph Bersch, Diakon Patrick Oetterer und Pfarrer Johannes Vogelbusch begrüßten die Gäste, unter ihnen Dr. Carsten Brodesser (MdB), Serap Güler, NRW-Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, sowie Engelskirchens Bürgermeister Dr. Gero Karthaus.

Karthaus unterstrich, dass die Gemeinde Engelskirchen im Augenblick so gut da stehe, wie seit langer Zeit nicht mehr. Gute Schulen und neue Sportanlagen tragen dazu bei und viele weiter Projekte stehen an. Beim Thema Integration sei man mit der türkischen Gemeinde alledings nicht so weit gekommen, wie erwünscht, wobei er sich auch an die eigene Nase fassen müsse. Hier müssten weiter Brücken gebaut werden.

Vier Punkte für die

Integration wichtig

Staatssekretärin Serap Güler befasste sich in ihrer Rede mit den „Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen in unserem Land“ und beschrieb, wie dieses gelingen wird.

Mit Rückblick auf den Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 „Wir schaffen das“ sagte Güler: „Wenn wir dreieinhalb Jahre zurückblicken, haben wir das ganz gut geschafft und die Kanzlerin hatte recht.“

Serap Güler wuchs als Kind türkischer Einwanderer in Deutschland auf und zeigte vier Schwerpunkte der Integration auf, die primär, aber nicht ausschließlich auf Flüchtlinge zutreffen: Sprache, Integration in den Arbeitsmarkt, Zugang zum Bildungssystem und Wertevermittlung.

„Um in dem Land, in dem man lebt, auf eigenen Beinen stehen zu können, muss die Sprache beherrscht werden“, betonte die Staatssekretärin. Ebenso wichtig sei es, in ein festes Arbeitsverhältnis zu kommen, was oft über eine Zeitarbeitsfirma gelingen könne, oder eine Ausbildung zu machen. Hier sei noch vieles verbesserungswürdig und die Bundesebene gefragt. Auch am Zugang zum deutschen Bildungssystem für Flüchtlinge müsse noch gearbeitet werden.

Immer noch gingen die wenigsten Zuwandererkinder mit entsprechenden Leistungen auf ein Gymnasium. „Hier kommt auch eine Verantwortung auf die Lehrer zu“, erklärte Güler, „die sich dann gemeinsam mit den Eltern hinsetzen und überlegen müssen, wie es weitergeht.“

Genauso wichtig sei ein gemeinsames Wertefundament, ohne das Integration nicht funktioniere. „Meinungsfreiheit ist nicht etwa, jemand in den sozialen Medien zu beleidigen. Und einem sechsjährigen Kind zu befehlen, ein Kopftuch zu tragen, ist auch keine Religionsfreiheit“, sagte die Staatssekretärin bestimmt.

Pfarrer Christoph Bersch zeigte sich bezüglich Integration ratlos: „Viele ausländische Menschen, die schon in zweiter oder dritter Generation hier sind, leben in Parallelgesellschaften und wir haben kaum Berührung mit ihnen, wie etwa in Bergneustadt.“

Das erklärte Güler damit, dass sich etwa türkische, polnische und russische Mitbürger von der deutschen Seite nicht verstanden fühlten. Die Staatssekretärin betonte: „Wir müssen es schaffen, die jungen Menschen für uns zu gewinnen.“ Sie selbst fühle sich als Europäerin und sei gegen den Eintritt der Türkei in die Europäische Union.

Im Anschluss gab es eine offene Diskussion und Meinungsaustausch mit den Zuhörern.

Für die musikalische Untermalung des Neujahrsempfang sorgte das Duo Misk und Amber, Beate Wolff am Violincello und Saad Thamir an Perkussioninstrumenten, mit arabischer und westlicher Klassik sowie arabischen Liedern und Klagegesängen.


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