19.06.2019
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Zum Jubiläum Katzen- und Guggenmusik: Zehn Jahre Drehorgelmuseum

Dr. Ullrich Wimmer und Doris van Rhee haben das Museum vor zehn Jahren eröffnet.

Dr. Ullrich Wimmer und Doris van Rhee haben das Museum vor zehn Jahren eröffnet.

Foto:

Ulrich Niepenberg

Marienheide -

(un) In diesem Jahr feiern Dr. Ullrich Wimmer und Doris van Rhee das zehnjährige Bestehen ihres Bergischen Drehorgelmuseums in Kempershöhe, Kapellenweg 2.



Der ehemalige Waldbröler Pfarrer und spätere Dezernet im Landeskirchenamt sowie die frühere Gemeinde-Amtsleiterin kauften vor zwölf Jahren die stark renovierungsbedürftige alte Dorfkirche nebst Wohnhaus in Kempershöhe. Ein Traum ging in Erfüllung. Es gab für die beiden keinen geeigneteren Ort, um eine Leidenschaft fortzusetzen, nämlich die Sammlung alter mechanischer Musikinstrumente, mit der 1971 begonnen wurde.

Dorfkirche zum Museum umgebaut

Die Menschen im Oberbergischen sollten teilhaben können an dieser Leidenschaft, und so wurde aus der ehemaligen Dorfkirche im Jahre 2008 ein kleines Museum, in dem rund 250 Musikinstrumente aus vier Jahrhunderten und jede Menge kleinere Exponate, die mit mechanischer Musik zu tun haben, zu bestaunen sind.

Ein Lieblingsinstrument hat Dr. Wimmer nicht. Das älteste Instrument ist eine Vogel-Orgel aus dem Jahre 1740. Das kleinste spielende Instrument ist in ein Schmuckstück, einer Berlocke, eingearbeitet und ist nicht größer als ein Daumennagel.

„Alle mechanischen Musikinstrumente, die Sie hier sehen, funktionieren noch“, erzählt Dr. Wimmer stolz. „Jede Führung gestalte ich anders und wechsele zwischen Walzenspieldosen, Drehorgeln, spielenden Uhren, selbstspielenden Klavieren und Plattenspieldosen, damit mir selbst nicht langweilig wird“.

Besondere Vorführungen

Im Jubiläumsjahr werden einige besondere Vorführungen angeboten. „Miaulement“ wurde eröffnet mit einem Ausschnitt aus der Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, gespielt auf einem Violinen-Orchestrion. Bei diesem Stück wurde noch nicht so deutlich, dass Katzenmusik umschrieben wird mit Musik, die befremdlich wirkt und viel Lärm erzeugt, meist aus einem Durcheinander verschiedener Töne und Geräusche. Mit der Katzenmusik verwandt ist die „Guggenmusik“, die Dr. Wimmer ebenfalls vorstellte. Eigentlich eine Blasmusik, die im schweizerisch-alemannischen Raum entstanden ist. Sie gilt auch als falsch und schräg, wird hauptsächlich in der Fasnacht gespielt.


Geprägt wurde „Miaulement“ insbesondere durch das Spielen kleiner Spieldosen und Vogeluhren. Tanzende und geigenspielende Papierkätzchen gaben ein Minikonzert, winzige Vögel bewegten sich flügelschlagend in einer französischen Käfigspieldose und zwitscherten ihre Liedchen.

Dr. Wimmer präsentierte eine Dose mit Walzenspielwerk, die dezente Trommel- und Glockentöne hervorbrachte, die durch Metallbienen angestoßen wurden und ließ das wunderbare Konzert ausklingen mit Jazzmusik aus einer französischen Kartonorgel, dem Stück „Étude pour Pianola“ von Igor Stravinsky auf einem selbstspielenden Klavier sowie dem Küchenlied „Sabinchen war ein Frauenzimmer...“. Bei seiner Gesangseinlage mit dazu passender Mimik wurde er von einer Trompetenorgel aus dem Jahre 9 begleitet.

Das Bergische Drehorgelmuseum kann nur mit Führung besichtigt werden (Kontakt unter 01 76/43 03 80 47).

Demnächst im Programm: Geistliche Musik am 18. März, Kindersinfonien am 22. April und „Orientexpress“ am 24. Juni; die Konzerte beginnen jeweils um 11 Uhr.Werfen Sie einen Blick ins Musuem.


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