24.03.2019
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Aktionstag zur Kultserie: Raumschiff Orion landet in der Eifel

Obwohl nur sieben Folgen gedreht wurden, erlangte die Serie „Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ einen Kultstatus, der bis heute anhält.

Obwohl nur sieben Folgen gedreht wurden, erlangte die Serie „Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ einen Kultstatus, der bis heute anhält.

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Bavaria Media GmbH

Nettersheim -

(bp). „Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen.“ Mit diesen Worten startete das Deutsche Fernsehen am Abend des 17. November 1966 ein neues Genre im deutschen Fernsehprogramm, die TV-Science-Fiction-Serie. In sieben spannenden Abenteuern konnte der Zuschauer die Besatzung des schnellen Raumkreuzers Orion jeweils eine Stunde lang im Jahr 3000 in den Weltraum hinaus begleiten.

Das war damals schon eine Sensation, heute hat die Serie „Raumpatrouille Orion“ Kultstatus. Die Film- & Kinofreunde Vogelsang IP und die Eifelgemeinde Nettersheim laden am 16. März von 11 Uhr bis 22 Uhr zu einem großen Event für Science-Fiction-Fans ins Naturzentrum Eifel nach Nettersheim ein. Alle sieben Folgen sind dort noch einmal zu sehen. Die Zuschauer erleben, wie der eigenwillige und aufmüpfige Commander Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr, 6-2014) und seine Crew sich gegen feindliche Außerirdische verteidigen, revoltierende Roboter zur Räson bringen, die Erde vor dem Austrocknen durch künstlich intensivierte Sonnenstrahlung retten, eine drohende Revolte aufständischer Strafgefangener verhindern und schließlich eine großangelegte Invasion durch Außerirdische abwehren.

Fans der Serie können in Nettersheim außerdem Originalrequisiten der über 50 Jahre alten Serie aus Josef Hilgers privatem „Orionmuseum“ wie die schwere Strahlwaffe HM-4 oder Kostüme aus dem Starlight-Casino bestaunen und detailgetreu nachgebaute Modelle bewundern. Die Deutsche Post gibt sogar einen eigens zu diesem Anlass erstellten Sonderstempel heraus und das „Erlebnis: Briefmarken-Team“ Bochum wird das Sonderpostwertzeichen „Raumpatrouille Orion“ verkaufen. Nicht zuletzt informiert Josef Hilger vom „Orionmuseum“ in Vorträgen über die Hintergründe der außergewöhnlichen Serienproduktion.

Besonders stolz sind die Veranstalter, dass sie den 93-jährigen Filmkomponisten Peter Thomas dazu bewegen konnten, ein persönliches Grußwort an die Besucher zu richten. Thomas ist einer der erfolgreichsten deutschen Filmkomponisten, der im Lauf seiner Karriere die Musik für über 100 Kino- und 600 Fernsehfilme geschrieben hat. Von den insgesamt 35 Edgar Wallace-Verfilmungen hat er für 17 Filme, darunter „Das indische Tuch“, „Der Hexer“ oder „Der Zinker“ die Musik geschrieben. Sein erster Fernsehhit war die Musik zum Durbridge-Mehrteiler „Melissa“. Und 1965 schrieb er die Musik zur legendären Serie „Raumpatrouille“. Er vertonte gleichermaßen Jerry Cotton- wie Erich von Däniken-Filme. Thomas bekam zwei Bundesfilmpreise.

Im 50. Jahr der bemannten Raumfahrt zum Mond und anlässlich des realen Orion-Projekts von NASA und ESA wird es außerdem spannende Vorträge und eine Diskussion mit kompetenten Experten geben. Dr. Norbert Junkes vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Professor Dr. Dr. Michael Lauster, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT in Euskirchen, Wolfgang Rudolph, Pionier des Computerjournalismus und Macher des Video- und Audioblogs cc2.tv, und Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt diskutieren über das Thema „Wie real ist eigentlich Science-Fiction? Ist Raumfahrt zu anderen Planetensystemen möglich? Und wann werden wir den ersten Kontakt mit Außerirdischen haben - und ist hierbei Vorsicht geboten?“ Volker Schmid wird außerdem über die Orion-Mission und die erfolgreiche ISS-Mission von Alexander Gerst, an der er leitend beteiligt war, informieren.

Der Blick ins Weltall wird ebenfalls einen großen Raum einnehmen: Karl-Josef Mauel (Deutscher Amateur Radio Club Ortsverband Gemünd und Astropeiler Stockert e.V.) erklärt Radioastronomie und Funk-Kommunikation im All. Und von 15 Uhr bis 18 Uhr wird eine Exkursion mit Privatfahrzeugen zum Astropeiler Stockert angeboten (Eintritt 5 Euro pro Person, maximal 30 Teilnehmer), um dort Radioastronomie zu erleben.

Harald Bardenhagen von der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ wird im Park Pfaffenbenden astronomische Beobachtungen der Orion anbieten und erläutern, wo genau am Sternenhimmel die Serie spielt. Nachmittags wird er Interessenten außerdem Sonnenbeobachtungen anbieten.

Die Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 9,80 Euro, Kinder 4,90 Euro, Eintrittskarten sind erhältlich bei oder vor Ort. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere Informationen gibt es unter .