19.06.2019
Die Wochenzeitungen im Rheinland - die meisten svazhie Nachrichten, Sortierung nach Datum

Grüne Socken geben Hoffnung und Wärme: Frauen erhalten Rat bei Eierstockkrebs

Zeichen der Solidarität: Der Selbsthilfeverein Eierstockkrebs Rhein-Erft um Gründerin Stephanie Mielke (r.) überreichte die grünen Socken an Chefarzt Dr. Carl-Michael Schmidt (m.) und Marienhospital-Geschäftsführer Andreas Heuser.

Zeichen der Solidarität: Der Selbsthilfeverein Eierstockkrebs Rhein-Erft um Gründerin Stephanie Mielke (r.) überreichte die grünen Socken an Chefarzt Dr. Carl-Michael Schmidt (m.) und Marienhospital-Geschäftsführer Andreas Heuser.

Foto:

Harald Zeyen

Brühl -

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 7800 Frauen an Eierstockkrebs. „Es ist eine eher seltene Krankheit, doch ihre Behandlung ist heftig“, sagte der Brühler Gynäkologe und Chefarzt Dr. Carl-Michael Schmidt. In frühen Stadien macht er meist keine Symptome, weswegen ein Ovarialkarzinom oft erst (zu) spät erkannt wird. Wenn möglich, wird Eierstockkrebs in einer meist mehrstündigen Operation mit Bauchschnitt komplett entfernt. An die OP schließt sich fast immer eine Chemotherapie an.

Die Brühlerin Stephanie Mielke, selbst Betroffene, hatte den Mut, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, die dem Verein Eierstockkrebs Deutschland e.V. angeschlossen ist und mit dem Brühler Marienhospital zusammenarbeitet. Sie selbst wurde von heute auf morgen mit der schockierenden Diagnose konfrontiert und fand mit Dr. Schmidt einen Arzt, mit dem sie die OP und zwei Chemotherapie-Phasen vertrauensvoll durchlebte.

Hilfe und Unterstützung fand sie nach ihrer Entlassung eben in jenem Netzwerk, das nach Motto „Grün ist die Farbe der Hoffnung“ sich engagiert für betroffene Frauen. Als Zeichen der Solidarität überreichte in diesen Tagen die Selbsthilfegruppe OVAR-SHg (Infos unter: 0177-2150047 oder [email protected]) dem Team der Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Marienhospital Brühl im Beisein des Geschäftsführers Andreas Heuser grüne Wollsocken.

Mehr als 1000 grüne Sockenpaare wurden bislang bundesweit von Strickbegeisterten hergestellt und stehen für Hoffnung und Wärme. Jetzt erstmalig auch im Rhein-Erft-Kreis im Marienhospital Brühl. Dr. Schmidt: „Für uns ist die Spendenübergabe viel mehr als eine freundliche Geste. Die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe zeigt, dass Fachleute und Betroffene gemeinsam viel bewegen können.“ Und Stephanie Mielke ergänzte: „Wir wollen Frauen Mut machen und sagen: Mit uns bekommt ihr keine kalten Füße, sondern Hilfe und Informationen zu Eierstockkrebs.“ Gemeinsam mit Silke Marten hat sie ehrenamtlich die Selbsthilfegruppe im Rhein-Erft-Kreis ins Leben gerufen. Die Gruppe, zu deren Treffen auch Frauen aus Hessen anreisen, berät und begleitet Betroffene und deren Angehörige jeden zweiten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr im Lazarus-Haus in Hürth, Luxemburger Straße 305. Wer die ehrenamtliche Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann auf das Konto Eierstockkrebs Deutschland e.V., Volksbank - Raiffeisenbank eG, IBAN: DE 16 2146 3603 0003 2090 59 tun.


foreign films 2015

пролонгаторы

семена каннабиса купить