19.06.2019
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Schildermaler auf Abwegen: Brungs zeigt, dass er nicht nur Werbetafeln bemalen kann

Schildermaler Hans Brungs zeigt, dass er in seinem Leben nicht nur Werbeschilder gemalt hat. Zu seinem künstlerischen Schaffen gehören Stillleben ebenso wie Stadtansichten und Landschaftsbilder.

Schildermaler Hans Brungs zeigt, dass er in seinem Leben nicht nur Werbeschilder gemalt hat. Zu seinem künstlerischen Schaffen gehören Stillleben ebenso wie Stadtansichten und Landschaftsbilder.

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Schriefer

Nippes -

(rs) Er sei einmal der schnellste Fassadenmaler in Köln gewesen, sagt der 77-jährige Werbefachmann Hans Brungs. Das war einmal. Denn obwohl er immer noch sein Werbe-Design-Büro betreibt, lässt er sich bei seiner kreativen Malerei heute Zeit. In seiner ersten Ausstellung zeigt er in der Rotunde des Bezirksrathauses Nippes (Neusser Straße 450) „City-Malerei und europäische Impressionen“, wie er die Ergebnisse seines künstlerischen Schaffens nennt. Seine Blumen-Stillleben, Landschafts- und Stadtimpressionen hat er in Öl, mit Pastellkreide und Aquarellfarben auf die Leinwand gebracht. Vor Ort habe er von seinen Eindrücken Skizzen angefertigt, oder sie in Fotografien festgehalten, beschreibt Brungs seine Vorgehensweise. Zu Hause im Wohnzimmer habe er dann seine Staffelei aufgestellt und nach den Skizzen und Fotografien seine Bilder gemalt.

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Die hat er jetzt zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt: Blumenstillleben, Bilder vom für einen in Köln geborenen und in Nippes lebenden Künstler unvermeidlichen Dom, aber auch Ansichten mehr oder weniger bekannter Städte weltweit.

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Darunter eine von Venedig, von New York und vom andalusischen Städtchen Almunecar, wo Hans Brungs seit vielen Jahren ebenfalls zu Hause ist.

Malen sei für ihn bereits seit frühester Jugend zu einem Lebenselixier geworden, sagt der Künstler. Gegenüber seinem Elternhaus in Bayenthal habe ein Maler gelebt. „Den habe ich immer von meinem Fenster aus beobachtet, habe mir die Bewegungen seiner Hände angesehen und welche Farben er benutzt hat.“ Das habe ihn sehr bewegt, sagt Hans Brungs. „Ich habe dann mit acht Jahren auch angefangen zu zeichnen. Seine Zeichnungen seien sehr gelobt worden, sowohl von den Eltern als auch von seinen Lehrern. Nach einer Ausbildung zum Schildermaler habe er deshalb auch noch die Abendschule für Kunstgewerbe besucht.

Von seinen künstlerischen Ambitionen hätten bislang nur Verwandte, Bekannte und der eine oder andere Kunde seiner Werbe-Agentur gewusst, sagt Hans Brungs. Das ändert sich jetzt durch die 36 Bilder, die er im Bezirksrathaus aufgehängt hat. Seine Werke sind dort noch bis zum 3. Mai zu bewundern.