19.06.2019
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Schluss mit lustig!: Bei den Riehler Lotterboove wird bereits wieder hart trainiert

Viel Spaß beim Training haben die Mitglieder des Kindertanzcorps der Riehler Lotterboove mit ihren beiden Trainerinnen Sandra Schultheis und Sabrina Reichartz.

Viel Spaß beim Training haben die Mitglieder des Kindertanzcorps der Riehler Lotterboove mit ihren beiden Trainerinnen Sandra Schultheis und Sabrina Reichartz.

Foto:

Schriefer

Riehl -

(rs) Nach der Session ist vor der Session. Wer weiß das besser, als die Mitglieder der Tanzcorps aus den vielen großen und kleinen Karnevalsvereinen. Denn während sich die meisten Jecken noch den Aschermittwoch aus den Augen reiben, trainieren die Mariechen und Tanzoffiziere schon wieder neue Hebefiguren. Das gilt nicht nur für die großen Tanzcorps, die nach hunderten von Auftritten nur kurz haben durchschnaufen können. Auch die Tanzcorps der kleinen Gesellschaften haben von Januar bis Aschermittwoch an jedem Wochenende zwei bis drei Mal auf den Bühnen gestanden, um den Jecken eine Freude zu bereiten.

So wie auch die beiden Tanzcorps der Riehler Lotterboove, einer kleinen Gesellschaft mit knapp 40 Mitgliedern, die 1956 gegründet wurden. Sie haben seit 2004 auch ein Kindertanzcorps, und als die Kleinen groß geworden waren, haben nicht alle von ihnen aufgehört, sich im Takt der Karnevalsmusik zu wiegen. Einige machten einfach als großes Tanzcorps weiter. Aber so einfach, wie sich das vielleicht anhört, ist das Geschäft nicht. Denn der Nachwuchs, der vielen Vereinen des Frohsinns fehlt, könnte auch gerne bei den Riehler Lotterboove an die Tür klopfen. Damit er das macht, hat der Verein via soziale Medien zu einem Probetraining aufgerufen. „Jeden Donnerstag treffen wir uns in der Unterkirche St. Engelbert in der Garthestraße, die Kleinen um 17.30 und die Großen um 19.30 Uhr“, sagt Patrik Schultheis, Tanzoffizier des großen Corps. Seine Frau Sandra ist das „Mariechen“ der Truppe. Sie war von Anfang an dabei und trainiert heute gemeinsam mit Sabrina Reichertz die beiden Gruppen.

Viel Spaß beim Training haben die Mitglieder des Kindertanzcorps der Riehler Lotterboove mit ihren beiden Trainerinnen Sandra Schultheis und Sabrina Reichartz.

Viel Spaß beim Training haben die Mitglieder des Kindertanzcorps der Riehler Lotterboove mit ihren beiden Trainerinnen Sandra Schultheis und Sabrina Reichartz.

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Schriefer

„Die deutschen Kinder kommen, um Spaß zu haben, die russischen, um etwas zu lernen“, hat Raissa Myachkova, Trainerin des Kinder-Tanztheaters „Der Spaß“ aus Porz einmal über die Motivation der Kinder gesagt. Bei ihnen sei beides wichtig, versichert Patrik Schultheis. Zwar stehe der Spaß im Vordergrund, „aber die Kinder lernen auch.“ Ohne Druck, versteht sich. Kein Kind müsse mit auf die Bühne, wenn es nicht möchte, sagt der Tanzoffizier. Das kann auch zu einem Dilemma werden, wenn nämlich zu viele Tänzerinnen aus beruflichen oder privaten Gründen auf einmal ausfallen. „Unser Ziel ist ja, wenigstens zu zehnt auf der Bühne zu stehen“, sagt Patrik Schultheis. Um das zu garantieren, brauchen die beiden Tanzcorps der Riehler Lotterboove noch neue Mitglieder. Zwölf Kinder, darunter auch zwei Jungen, tanzen derzeit im Kindertanzcorps. Bei den Erwachsenen sind es nur zehn. Sie haben sich vor ein paar Jahren auch an der „Cold Water Challenge“ zugunsten des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße beteiligt und die Herausforderung bravourös bestanden. „Der Spaß kommt bei uns eben nicht zu kurz, vor allem, wenn er einem guten Zweck dient“, sagt Patrik Schultheis.