25.06.2019
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10 Jahre Herseler Herbst: Tolles Programm am Sonntag, 16. September 2018

Auch wenn der verkaufsoffene Sonntag ausfällt, hoffen die Organisatoren um Yvonne Bovelet (vorne 2. von rechts) gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Henseler (vorne 4. von links) auf viele gut gelaunte Besucher zum Herseler Herbst, die sich das Feiern nicht nehmen lassen.

Auch wenn der verkaufsoffene Sonntag ausfällt, hoffen die Organisatoren um Yvonne Bovelet (vorne 2. von rechts) gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Henseler (vorne 4. von links) auf viele gut gelaunte Besucher zum Herseler Herbst, die sich das Feiern nicht nehmen lassen.

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Frank Engel-Strebel

Bornheim-Hersel -

(fes) 10 Jahre alt wird der „Herseler Herbst“ in diesem Jahr. Groß gefeiert wird am kommenden Sonntag, 16. September, von 12 bis 18 Uhr. Allerdings mit einem dicken Wermutstropfen: Der verkaufsoffene Sonntag muss wegen einer möglichen Klage der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di ausfallen.

Trotzdem hoffen die Organisatoren, dass die Herseler und viele Gäste aus der Region wie in den Jahren zuvor wieder zahlreich in den Rheinort kommen – denn es lohnt sich! „Wir haben wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Für Jung und Alt ist etwas dabei, an jeder Ecke gibt es etwas zu Entdecken“, freut sich Yvonne Bovelet, Sprecherin der Interessengemeinschaft Herseler Herbst. Bürgermeister Wolfgang Henseler, für den der Herseler Herbst ein „großer Erfolg“ für die Stadt ist, wird die Veranstaltung um 12 Uhr am Möbelhaus Bovelet in der Mertensgasse offiziell eröffnen, begleitet vom Tambourcorps Germania Hersel und den „Germania Funken“.

Auf der Mertensgasse ist den ganzen Tag über ein vielseitiges Programm geplant. Welthits werden Frank & Wolfgang, bekannt vom Hazy Osterwald-Sextett, spielen, der Männergesangverein Aegidius öffnet seinen Weinstand, Eisverkäufer Pino kommt mit einem Eiswagen, die KG Blau Gold Hersel-Widdig ist vor Ort und tanzt und Musik gibt es zudem von den Rheinland Fanfaren. Ein neues Angebot ist die kostenlose Schnelluntersuchung von Gartenboden durch die Wasserschutzkooperation GLWU.

Geboten wird zudem ein Kinderflohmarkt vor der Pfarrkirche St. Aegidius. Hier bietet Heimatforscher Norbert Zerlett jeweils um 13, 14 und 15 Uhr eine Glockenturmbesteigung an. Gleichzeitig kann man vor der Kirche einen Kaffee unter den Linden trinken. Die Löschgruppe stellt ihre Fahrzeuge aus und serviert Oktoberfestschmankerl.

Erstmals wird sich auch der Turnverein Hersel-Uedorf präsentieren. Vor seinem Vereinsheim an der Ursulinenstraße ist eine Turn- und Mitmachmeile geplant. Gemeinsam mit dem Collegium Josephinum lädt auch wieder die Legoguppe der Ursulinenschule im Aegidussaal an der Rheinhalle ein. Das Seniorenhaus St. Angela bietet einen Tag der offenen Tür an. Kultur und Genuss wird es auch auf dem Gelände der Weinkellerei von Jakob Antwerpen geben, wo wieder die Bonner Werkstätten mit selbst gemachten Arbeiten vor Ort sein werden.

Erstmals dabei ist das Lokal „Prinzenhof“, wo nicht nur kroatische Spezialitäten zubereitet werden – außerdem sind alle Kegelvereine zu einem Preiskegeln einladen. Dem erfolgreichsten Club winkt eine Siegprämie von 300 Euro.

Grund zu feiern hat auch die Bäckerei Wenseler an der Rheinstraße 116, die ihren 140. Firmengeburtstag begeht. Die Künstlerin Sabine Decker-Horz öffnet in der Rheinstraße 110 ihr Atelier für alle an Malerei Interessierten.

Insgesamt präsentieren sich von 12 bis 18 Uhr 30 Vereine, Institutionen und Geschäftsleute. Kostenlose Flyer liegen in vielen Geschäften in Hersel und im Stadtgebiet sowie im Rathaus aus. Er kann auch unter www.bornheim.de heruntergeladen werden.

Gartenproben mitbringen

Erstmals wird die Wasserschutzkooperation GLWU, die 1997 für das Wasserschutzgebiet Urfeld gegründet wurde, beim Herseler Herbst mitmachen. Sie bietet eine kostenlose Schnelluntersuchung von Gartenboden an. Von 14 bis 16 Uhr können Bürger eine Probe ihres Bodens von etwa 200 Gramm mitbringen, die einen Tag vor der Untersuchung an verschiedenen Stellen im Garten bis zu einer Tiefe von 30 cm entnommen und seitdem gekühlt wurde. Untersucht wird die Probe auf den ph-Wert und den Stickstoffgehalt. Wer auch noch den Gehalt von Phosphor, Kalium und Magnesium in seinem Boden wissen möchte, kann eine Probe von 300 bis 500 Gramm mitbringen, die dann an die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt nach Münster geschickt wird. Die Analysen gibt es dort ab 15 Euro. Die GLWU ist von 14 bis 16 Uhr mit einem Stand an der Mertensgasse vor Ort .

Verkaufsoffener Sonntag fällt aus – das sagen die Betroffenen

Nachdem die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di erfolgreich in einem Eilverfahren gegen den verkaufsoffen Sonntag anlässlich der Gewerbeschau „Bornheim Live!“ geklagt hatte, gehen Bürgermeister Wolfgang Henseler und die Organisatoren des „Herseler Herbstes“ davon aus, dass ihnen das Gleiche blüht, da es bislang noch keine neue ordnungsbehördliche Satzung hierzu von der Stadt gibt. Die Geschäftsleute haben den verkaufsoffenen Sonntag daher bereits abgesagt.

Für Yvonne Bovelet, Inhaberin eines Möbel- und Bestattungshauses in Hersel, ist das Verhalten von Ver.di schlicht eine „Unverschämtheit“, schon allein wegen der Kurzfristigkeit: „Wir haben im Vorfeld jede Menge Zeit und Geld investiert beispielsweise für Plakate und Flyer“. Ihren Protest drückt die Geschäftsfrau mit einem Aufkleber „Danke, Ver.di“ an ihrem Geschäft aus. Jakob Antwerpen von der Weinkellerei Antwerpen meint: „Da habe ich einen Kunden, der probiert draußen einen Wein, und ich muss ihn vertrösten in den kommenden Tagen wiederzukommen, um den Wein zu kaufen. Ver.di trägt diesen Streit auf dem Rücken der Kleinen aus, gleichzeitig geht eine Kultur im Dorf kaputt.“ Zudem kämen viele Kunden von außerhalb, die bereits seit Monaten vorab informiert worden seien. Die kämen nun natürlich, dürften aber nicht einkaufen. Das gleiche Dilemma hat das Outlet-Bekleidungshaus Daniels: 30.000 Werbekarten verschickte das Unternehmen bundesweit mit dem Hinweis auf den verkaufsoffenen Sonntag: „Viele kommen extra für diesen Sonntag zu uns und werden dann vor verschlossenen Türen stehen. Wir können sie ja nicht mehr alle benachrichtigen“, so Daniels-Bereichsleiter Burkhard Lemcke. „Für uns sind das Riesenumsatzeinbußen“, so Lemcke weiter.

Damit künftig Rechtssicherheit herrscht, erarbeitet die Gemeinde eine neue Satzung bezogen auf die geänderten Regelungen der schwarz-gelben Landesregierung. Diese Satzung soll bereits am 11. Oktober im Rat verabschiedet werden. Hilfe holt sich die Stadt bei einer externen Kanzlei, damit alles wasserdicht ist. Für Verwaltungsjustitiarin Christiane Pilger in der Kürze der Zeit eine „ambitionierte Aufgabe“.


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