19.05.2019
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Hilfe bei den Formularen: Diakonisches Werk Bonn und Region

Sozialarbeiterin Birgit Henselder-Senft ist für die Diakonie in Tannenbusch im Einsatz.

Sozialarbeiterin Birgit Henselder-Senft ist für die Diakonie in Tannenbusch im Einsatz.

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Bonn -

(we). Wer setzt sich für die Menschen ein, die das nicht selber können? Wer kämpft für Anliegen, die nicht gehört werden? In unserer Sozialreihe „Schaufenster hilft“ stellen wir solche Menschen und Einrichtungen vor.

Beim Diakonischen Werk Bonn und Region steht alles ganz im Zeichen der sozialen Arbeit im Quartier. Hier arbeiten Fachleute, die sich täglich um die Probleme der Menschen vor Ort kümmern. Sie können berichten, woran eine funktionierende Stadtgesellschaft zu arbeiten hat.

Birgit Henselder-Senft arbeitet für die Diakonie in Tannenbusch. Hautnah erfährt sie, womit die Menschen im Viertel zu kämpfen haben: „Ich arbeite da seit 28 Jahren im Auftrag des Sozialamtes der Stadt“, erzählt sie. Durch das Landesprojekt ‚Soziale Stadt‘ habe sich viel zum Positiven verändert. Was ein Dauerthema bleibe, sei offenbar die vielfach marode Wohnungssituation in Tannenbusch. „Ich kümmere mich um die persönlichen Probleme der Menschen. Da ist zum Einen der Umgang mit dem Job-Center. Haben Sie schon mal so einen Antrag ausgefüllt? Der Kampf mit der Bürokratie ist für viele Personen unüberwindlich. Da braucht es Fachleute, um etwa zu wissen, zu welchen Bedingungen jemand welchen Betrag für das Arbeitslosengeld II bekommt, wenn er seinen Verdienst aus eigener Arbeit aufbessern muss, um leben zu können“, erklärt Birgit Henselder-Senft.

Da gibt es offenbar so viele Fallstricke, dass es häufiger zu fehlerhaften Bescheiden zu Lasten der Antragsteller kommt. Klar, wenn schon der Antrag mangels besseren Wissens unzureichend ausgefüllt ist, kann das Ergebnis nicht gut sein. Weiter geht es mit der Beantragung von Sozialhilfe, von Kinderzuschlag usw. Die Problemlage sei immer dieselbe: Ohne kompetente Beratung ist die Bürokratie für die Antragsteller kaum zu schaffen. „Das ist eine eigene Sprache“ sagen die Sozialarbeiter. „Wir machen darüber hinaus psycho-soziale Beratung“, so Birgit Henselder-Senft. „Da kann zum Beispiel einer einfach nicht arbeiten, weil er eine Blockade hat. Der hat Angst zu arbeiten, zu versagen. Eventuell vermitteln wir in solchen Fällen weiter an Psychologen. Ein anderer hat Probleme mit dem Sohn, weil der andere Wege geht als die Eltern wollen und dabei abzudriften droht.“

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Bei der Diakonie gibt es auch einige Angebote, die den Menschen darüber hinaus helfen. So gibt es eine Hausaufgabenbetreuung, eine Betreuung für Kinder von 0 bis 3 Jahren, man macht Ausflüge mit Kindern, man führt Schwangerschaftsberatung durch, man bemüht sich die Suchtproblematik einzudämmen, man bietet Schuldnerberatung. „Unsere Arbeit bringt was“, spricht Birgit Henselder-Senft aus Erfahrung. Vor allem auch die enge Zusammenarbeit mit allen anderen sozialen Aufgabenträgern im Viertel mache für die sozialen Arbeiter der Diakonie in Tannenbusch Sinn. „Das vernetzte Arbeiten verspricht Erfolg“, ist sich die Sozialarbeiterin sicher, dass Tannenbusch eine gute Zukunft haben wird.


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