19.06.2019
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"Zustand ist eine Zumutung": Wann geht es an der Mega-Baustelle weiter?

Wie Sie sehen, sehen Sie nicht viel: An der Mega-Baustelle im Herzen Wesselings, dem Umbau der Unterführung habe sich seit Wochen nichts getan, so die Stadt.

Wie Sie sehen, sehen Sie nicht viel: An der Mega-Baustelle im Herzen Wesselings, dem Umbau der Unterführung habe sich seit Wochen nichts getan, so die Stadt.

Foto:

Manke

Wesseling -

Die Vorwürfe die die Stadt gegen die bauausführende Firma, die mit Neugestaltung der Fußgängerunterführung beauftragt ist, erhebt, haben es in sich.

Am späten Nachmittag des gestrigen Tages hieß es in einer offiziellen Pressemitteilung, dass man „verwundert und verärgert“ sei, und der aktuelle Zustand der Unterführung „eine Zumutung“.

Blick in die Unterführung: Seit Wochen ist das kleine Ladenlokal, im dem man im Netz surfen konnte, verhangen, Kabel hängen aus der Decke.

Blick in die Unterführung: Seit Wochen ist das kleine Ladenlokal, im dem man im Netz surfen konnte, verhangen, Kabel hängen aus der Decke.

Foto:

Montserrat Manke

Was ist passiert? Der Pressemitteilung zufolge komme das Unternehmen auf der Baustelle nicht in die Gänge, und das obwohl man doch an der Ausschreibung teilgenommen, den Auftrag kalkuliert und so angenommen habe. Nun würde das Unternehmen der Verwaltung gegenüber „Bedenken über Bedenken“ äußern, und erwecke nicht den Eindruck, das gemeinsame Projekt wirklich angehen, geschweige denn abschließen zu wollen. Seit der Einrichtung der Baustelle würden ausschließlich Schriftverkehr und Gesprächsrunden die Zusammenarbeit bestimmen.

Der Geschäftsführer der Firma Lube & Krings aus Aachen, die mit den Bauarbeiten beauftragt wurde, äußerte gegenüber dieser Zeitung, dass man nach Auftragserteilung und Detailvorbereitung vor Ort festgestellt habe, dass die vom Auftraggeber veranlasste Entwurfsplanung hinsichtlich der Bauausführung aus Sicht der bauausführenden Firma Probleme aufwerfe: „Bauvertraglich sind wir verpflichtet, hierauf hinzuweisen und Bedenken anzumelden. Es handelt sich um baualltägliche Gegebenheiten, die gelöst werden“, so Guido Emshoff.

Vorliegend gehe es jedoch zusätzlich um Probleme sicherheitsrelevanter Natur. Das betreffe Voruntersuchungen, welche gewährleistet sein müssten, aber vor allem die Baugrubensicherheit.

„Unser Interesse ist es, mögliche Gefahrenpotentiale von Beginn an auszuschließen. Unser Auftraggeber teilt unsere Sicherheitsbedenken noch nicht. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Auftraggeber eine zielführende Lösung finden werden. Wir sind ein Unternehmen, das auf derartige Baumaßnahmen, insbesondere für den öffentlichen Auftraggeber, spezialisiert ist. Unser Interesse ist es, mit voller Kraft zu arbeiten und das Projekt schnellstmöglich zu realisieren“, so Emshoff.