25.06.2019
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Europa braucht Freunde!: Am Sonntag, 26. Mai 2019, zur Wahl gehen!

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Zur Europäischen Union (EU) gehören 28 Mitgliedsstaaten (inklusive Großbritannien). 2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis.

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Gordon Johnsohn auf Pixabay

Bonn -

Es wird Zeit sich mit Europa zu befassen. Denn am 26. Mai 2019 ist in Deutschland Europawahl. Und die große alte Dame, die uns so viel Gutes gebracht hat, braucht uns jetzt: Europa braucht Freunde. Lasst uns also über Europa reden. Und vor allem: Lasst uns wählen gehen!

In letzter Zeit hat es Europa nicht leicht. Zunehmend treten Kritiker auf den Plan, die die gemeinsame Währung – den Euro – in Frage stellen. Auch angesichts der großen Anzahl von Flüchtlingen, insbesondere im Jahr 2015, taten sich die Mitgliedsländer schwer damit, gemeinsame Lösungen zu finden. Und derzeit beschäftigt uns die Entscheidung der Bürger von Großbritannien, dass sie aus der Europäischen Union austreten möchten (Stichwort: Brexit). Alles das hat Europa geschwächt und viele EU-Bürger ein bisschen „Europa-müde“ gemacht – zu Unrecht, wie ich finde. Denn die Europäische Union hat uns nun schon viele Jahrzehnte lang Frieden und Wohlstand gesichert. Deshalb möchten wir uns in den kommenden Wochen bis zur Europawahl etwas genauer mit der EU beschäftigen. Und uns daran erinnern, was sie uns alles an Errungenschaften geschenkt hat. Heute geht es um die Geschichte der Europäischen Union.


In der EU leben heute mehr als eine halbe Milliarde Menschen

Zur Europäischen Union (EU) gehören heute 28 Mitgliedsstaaten – wenn man Großbritannien noch mitzählt. In diesem Gebiet leben mehr als eine halbe Milliarde Menschen. Europa ist also ein echtes „Schwergewicht“ in der Welt – sowohl politisch, als auch wirtschaftlich. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der EU-Binnenmarkt sogar der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Erde. Außerdem hat die EU als „eigenständige Rechtspersönlichkeit“ Einsichts- und Rederecht bei den Vereinten Nationen.

1957: Zur Sicherung von Frieden und Wohlstand wird die EWG gegründet

Die Ursprünge der EU finden sich in den 50er Jahren in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG): Damals schlossen sich sechs Staaten zusammen, um das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen und militärische Konflikte für die Zukunft zu verhindern. Am 25. März 1957 wurde die EWG mit der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ durch Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Weitere Staaten traten bei und 1985 wurden schließlich mit dem „Schengener Übereinkommen“ die Binnengrenzen geöffnet: Die Bürger können sich seitdem frei und ohne Grenzkontrollen in den Gebieten der meisten europäischen Mitgliedsländer bewegen.

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Am Sonntag, 26. Mai 2019, ist Europawahl. Wählen gehen!

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2002: Die gemeinsame Währung, der Euro, wird eingeführt

Mit dem Vertrag von Maastricht wurde 1992 dann die Europäische Union (EU) gegründet, womit die Staatengemeinschaft nun auch Zuständigkeiten in nichtwirtschaftlichen Politikbereichen erhielt. In mehreren Reformverträgen, zuletzt im Vertrag von Lissabon, wurden die überstaatlichen Zuständigkeiten der EU ausgebaut. Von den 28 EU-Staaten bilden 19 Staaten eine Wirtschafts- und Währungsunion. Im Jahr 2002 wurde eine gemeinsame Währung für diese Länder eingeführt: der Euro.

2012: Die Europäische Union wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

Im Jahr 2012 hat die Europäische Union sogar den Friedensnobelpreis erhalten. „Die Union und ihre Vorgänger haben über sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung beigetragen“, erklärte das norwegische Nobelkomitee in seiner Begründung für die Preisvergabe. Und weiter heißt es: „Die EU erlebt derzeit ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten und beachtliche soziale Unruhen. Das Norwegische Nobelkomitee wünscht den Blick auf das zu lenken, was es als wichtigste Errungenschaft der EU sieht: den erfolgreichen Kampf für Frieden und Versöhnung und für Demokratie sowie die Menschenrechte; die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens.“

In diesem Sinne: Am 26. Mai 2019 wählen gehen!
Europa braucht uns jetzt!