19.06.2019
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Summer-Slam: Digitale Community beim Summerslam

Volles „Haus“ beim Summerslam: Rund 2.000 Besucher kamen zum Bonner Bogen.

Volles „Haus“ beim Summerslam: Rund 2.000 Besucher kamen zum Bonner Bogen.

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Bonn -

Der Bonner Bogen vibriert vor Leben. Junge Leute überall. Meist beschäftigt mit dem Smartphone, dem Tablet oder mit Gesprächen über den häufig digitalen Job. Das „digital hub“ als einer der key player in diesem kreativen Umfeld bietet ihren Adepten einmal jährlich das „Summerslam“ genannte Sommerfest. Erneut waren mehr als 2000 erwartungsfroh gestimmte Gäste gekommen, um sich übe die aktuellen Projekte des hubs und die neuesten Projekte auf dem Gebiet der Digitalisierung zu unterrichten.

von Harald Weller Treiber der Digitalisierungs-Entwicklung in der Region sind das Land, vertreten durch Andreas Pinkwart, den NRW-Innovationsminister, der gar nicht digital, sondern analog per Pedaltritt auf dem Fahrrad zur Fete anreiste. Und die Stadt, die mit IHK und OB sowie diversen Partnern das Projekt der Smart City auf den Weg bringen wollen.

Promoter der Digitalisierung: Vlnr. Thomas Sattelberger, MdB, Andreas Pinkwart, OB Ashok Sridharan.

Promoter der Digitalisierung: Vlnr. Thomas Sattelberger, MdB, Andreas Pinkwart, OB Ashok Sridharan.

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Das meint, dass man überall wo irgend möglich bedächtig Analoges durch rasend schnelles Digitales ersetzen will. Das ist auch der Zug der Zeit. Man wird Digitaltechnik gestalten müssen, damit sie nicht zum Selbstzweck gerät, sondern den Menschen dient, um einen hilfreichen Zweck zu erfüllen. Hier sieht Markus Zink, der Chef des digital hubs, seinen Schwerpunkt: „Wir wollen unseren 77 start ups einen Marktzugang ermöglichen. Unsere Projekte bleiben in der Regel für sechs Monate bei uns. Bis sie flügge sind und selber für sich sorgen können.“

Klar, zuerst kommt die gute Idee. Die muss dann aber in erfolgreiches unternehmerisches Handeln umgesetzt werden. Und dazu braucht es professionelle Hilfe. Und die zu bieten, das eben ist die Aufgabe des digital hubs. Das ist im dritten Jahr am Bonner Bogen beheimatet, subventioniert mit soeben um drei weitere Jahre verlängerten 2,25 Millionen Euro allein an Landesmitteln. 50 Aussteller wetteiferten um die Aufmerksamkeit der Gäste. Sie stellten ihre neuen digitalen Produkte vor oder bekundeten ihre Investitionsbereitschaft. Überwiegend bestimmte Optimismus bis hin zur Euphorie die Szene. Einige kritische Stimmen sprachen allerdings auch von abstrusen Ideen, die hier teilweise gezeigt würden. Aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut. Eines kann man niemandem der Anwesenden absprechen: Den unbedingten Willen, die Welt zu verändern. weg vom Analogen, hin zum Digitalen. Auch das wird wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein, kommt doch so manchem die Werteorientierung zu kurz, die nun mal den Menschen auszeichnet.

Sie repräsentieren das digital hub: Markus Zink (links) und Mit-Vorstand Ivan Ryzkov.

Sie repräsentieren das digital hub: Markus Zink (links) und Mit-Vorstand Ivan Ryzkov.

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Nun, man wird sehen: Die Stimmung beim Summer slam war prima, was, ganz analog, dem herrlichen Vorsommertag mit strahlendem Sonnenschein zu verdanken war. Da muss man sich ja wohl fühlen. Was schließlich Zweck der Übung war.