19.04.2019
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Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB): Verloren geglaubte Bücher zurück in Bonn

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ULB-Direktor Ulrich Meyer-Doerpinghaus (l.) und Dezernent Michael Herkenhoff sichten die zurückgegebenen Bücher, die einen immensen kulturellen und materiellen Wert hätten. 

Foto:

Volker Lannert/Uni Bonn/dpa

Bonn -

Riesengroß muss die Freude bei den Verantwortlichen der  Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) sein. Denn über 70 Jahre nach ihrem Verschwinden kehren 645 Bücher in den Bestand der ULB zurück. Es sei die größte Rückgabe in der Geschichte der Bibliothek, teilte die ULB mit.

Die Bände waren in der Nachkriegszeit verloren gegangen und galten seither als verschollen. «Es handelt sich um immense kulturelle und materielle Werte», sagte Bibliotheks-Dezernent Michael Heckenhoff. Darunter sind demnach mittelalterliche Handschriften, Urkunden und Karten.

Vor zwei Jahren waren einzelne Stücke aus der Sammlung beim Londoner Auktionshaus Sotheby's aufgetaucht. Eine Belgierin hatte sie angeboten. Sie gab an, die Bände geerbt zu haben. Das Auktionshaus informierte die ULB, die daraufhin die Rückgabe organisierte. Wie die wertvollen Schriften nach Belgien gelangt sind, ist unklar. Die ULB nimmt an, dass bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und in den Wirren nach Kriegsende bis zu 180 000 Bände aus ihrem Bestand verloren gegangen sind. (red/dpa)