22.05.2019
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Erster Solar-Radweg Deutschlands: Platten erzeugen Strom und tauen ab

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnete den ersten Solar-Radweg in Deutschland mit Erftstadts Bürgermeister Volker Erner (r.) und solmove-Gründer Donald Müller-Judex - im strömenden Regen.

Foto:

Gabriele Rupprecht

Erftstadt-Liblar -

In Erftstadt wurde die Premiere einer neuen Technologie gefeiert, denn erstmalig wird solare Energie auf öffentlichen Wegen erzeugt. Ein Fahrbahnbelag der Strom erzeugt und Schnee abtaut.
Auf einem Radweg am Ortsrand von Erftstadt Liblar bei Köln fand diese Premiere statt. Die von der solmove GmbH entwickelten Solarmodule sind belastbar und rutschfest. Die 90 Meter lange Teststrecke soll zeigen, wie sich die robusten Module unter Umwelteinflüssen verhalten. „Wir haben vier Jahre für diesen Moment gearbeitet”, sagt Erfinder und Gründer Donald Müller-Judex von solmove, „wir sind total gespannt, wie das alles funktionieren wird“. Die rund 200 qm große Solarfläche soll rund 12 MWh Strom jedes Jahr produzieren. Wenn Schnee fällt, kann die Anlage den rutschigen Belag elektrisch abtauen. „Die Stadt möchte mit der Teststrecke auf dem Radweg zeigen, dass jede Kommune sauberen Strom produzieren kann, ohne das Landschaftsbild zu stören“, so Bürgermeister Volker Erner. Versiegelte Flächen in sonnengünstiger Lage gibt es in Erftstadt reichlich und Strom wird in der Zukunft immer mehr gebraucht werden.
Der Abschnitt zwischen Bahnhof und Liblarer Stadtrand, wo die Solarmodule liegen, ist Teil eines Radweg Konzeptes, für dass die Stadt Erftstadt Zuwendungen aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative erhalten hat. Deshalb hat es sich die Bundesministerin für Umwelt Svenja Schulze auch nicht nehmen lassen, den Solarweg persönlich zu eröffnen. Svenja Schulze, Bundesumweltministerin: „Der Trend zum Radfahren ist ungebrochen. Mit dem Solarradweg setzen wir auf eine innovative Technologie, die zugleich Strom erzeugen und im Winter das Eis abtauen kann, um ein sicheres Radfahren zu ermöglichen. Mit solchen Angeboten wollen wir erreichen, dass das Rad zunehmend eine attraktive Alternative vor allem zur Fortbewegung mit dem Auto wird.“
Die Eröffnung der Teststrecke wurde im Beisein von politischen Vertreterinnen und Vertretern, der Fördergeber, der beteiligten Firmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung vollzogen.
Die Stadt hatte zur Revitalisierung und Attraktivitätssteigerung des Ortsteils Liblar Ende 2016 für das beantragte Maßnahmenpaket „Masterplan Liblar“ ein positives Testat im Rahmen der Städtebauförderung erhalten. Alleinstellungsmerkmal und identitätsstiftendes Element ist der sogenannte Infrastrukturring Liblar, eine historisch gewachsene noch heute überwiegend erhaltene Wegeverbindung aus historischen Straßen und ehemaligen Braunkohlentagebau-Bahntrassen. Als Antwort auf den Projektaufruf des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUMB) „Klimaschutz im Radverkehr“ im Frühjahr 2016 hat die Stadt Erftstadt ein Maßnahmenbündel entwickelt und beantragt, um weitere Bereiche des Infrastrukturrings zu realisieren. In den Focus des Fördermittelgebers ist der Antrag insbesondere durch den innovativen Baustein „Teststrecke Solarradweg“ gerückt. Gemeinsam mit dem StartUp Unternehmen solmove GmbH wurde nun in Erftstadt das deutschlandweit erste 90 Meter lange Teststück horizontaler Photovoltaik realisiert. Neben der Teststrecke Solarradweg sind weitere Bausteine gefördert worden, so der barrierefreie Ausbau des südlichen Bereichs des Promenadenwegs, der bereits fertiggestellt ist, die Errichtung eines Radweges entlang der ehemaligen Bahntrasse am Liblarer See als Verbindung des Bahnhofs Erftstadt mit der Carl-Schurz-Straße, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Querungshilfe auf der Bliesheimer Straße in Höhe des ErftstadtCenters. Die Stadt Erftstadt hat einen Zuwendungsbescheid für das beantragte Vorhaben „Infrastrukturring Liblar – Wandel der Mobilitätsstruktur“ über 780.000 Euro erhalten, eine 90-prozentige Bezuschussung. Das gesamte Projekt muss bis Ende Februar 2019 umgesetzt werden. Bürgermeister Volker Erner: „Das Ziel soll sein, dass die Bürgerinnen und Bürger aufgrund der kurzen Wege im Ortsteil Liblar vermehrt für den Umstieg auf muskelbasierte Mobilität sensibilisiert werden, um damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“


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