20.03.2019
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Auf der Suche nach den Tätern: Räuber des Überfalls am Flughafen sind weiter flüchtig

Raub Geldtransporter

Die Polizei bittet dringend um Hinweise zum Raubüberfall am Köln/Bonner Flughafen, zum schwarzen Audi-Fluchtwagen oder zu den Tätern - unter Telefon 0221/ 229-0.

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Polizei Köln

Köln / Bonn -

Nach den dramatischen Szenen, die sich am Mittwochmorgen am Flughafen Köln/Bonn bei dem Überfall auf einen Geldtransporter ereignet haben, laufen die Ermittlungen weiter. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach den Tätern, die einen Wachmann angeschossen und lebensgefährlich verletzt hatten, und gehen zahlreichen Hinweisen nach.

Etwa 20 Zeugenhinweise seien bei den Ermittlern eingegangen und würden nun geprüft, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Zeugen, die sich gemeldet haben, ist nach Polizeiangaben auch die Person, die am Mittwochmorgen ein Video von der Flucht der Täter aufgenommen hatte.

Der angeschossene Wachmann konnte die Intensivstation verlassen

Die zwei Maskierten hatten bei dem Überfall auf den Geldtransporter einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt. Der Mitarbeiter war zeitweise in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. «Sein Zustand hat sich stabilisiert», sagte Bremer. Der Mann habe die Intensivstation inzwischen verlassen können.

Die Räuber waren nach der Tat mit einem Koffer in einem schwarzen Audi geflohen. Im nahe gelegenen Kölner Stadtteil Porz-Eil setzten sie das Auto in Brand. Der Wagen sei zuvor gestohlen worden, sagte Bremer. Der Polizei zufolge war an dem Fluchtauto ein sogenanntes Dublettenkennzeichen angebracht - also ein nachgemachtes Nummernschild mit echter Kombination. Bei dem Koffer könnte es sich nach Worten von Bremer um einen Geldkoffer handeln. Die Ermittler machten darüber hinaus keine Angaben, ob die Täter tatsächlich Geld erbeuteten.

Raub Geldtransporter 3

In dem ausgebrannten Audi-Wrack stellte die Polizei eine Kalaschnikow sicher.

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Polizei Köln

Parallelen zum Geldtransporter-Überfall in Godorf

In dem ausgebrannten Autowrack hatten die Ermittler eine Kalaschnikow entdeckt. Es werde geprüft, ob es sich dabei um die Tatwaffe handele, sagte Bremer. An dem überfallenen Geldtransporter seien keine Einschusslöcher gefunden worden.

Der Polizei zufolge gehört der Geldtransporter zu demselben Unternehmen, das bereits vor einem Jahr überfallen worden war. Damals hatten Unbekannte einen Geldtransporter auf dem Parkplatz eines Ikea-Kaufhauses in Köln-Godorf ausgeraubt. Auch hier wurde der Fluchtwagen wenig später in der Nähe brennend entdeckt. Dieser Fall würde nun noch einmal unter die Lupe genommen, sagte die Polizeisprecherin. (red/dpa)