19.06.2019
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Demo-Warnung: "Fridays for Future"-Gruppe kritisiert Polizei

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Am Samstag, 22. Juni, wollen Schüler an einem Protestmarsch am Tagebau Garzweiler teilnehmen, der unter anderem von Greenpeace und dem BUND organisiert wird.

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Klaus-Dietmar Gabbert/ZB/dpa

Köln -

Die Kölner «Fridays for Future»-Gruppierung hat die Aachener Polizei für ihren Appell an die Jugendbewegung kritisiert, bei einer geplanten Demonstration im Rheinischen Tagebaurevier friedlich zu bleiben. Es handele sich um einen «Spaltungsversuch der Klimagerechtigkeitsbewegung», teilte die Kölner Gruppe der Schüler- und Studentenbewegung mit.

Die Polizei hatte die jungen Leute davor gewarnt, sich bei dem geplanten Protestwochenende Mitte Juni für illegale Aktionen des Bündnisses «Ende Gelände» instrumentalisieren zu lassen.

«Sowohl "Fridays for Future" als auch "Ende Gelände" sind Teil einer globalen Klimagerechtigkeitsbewegung», betonte «Fridays for Future» Köln. Die Polizei betreibe eine Spaltung, indem sie einerseits den friedlichen Protest der Schüler lobe und andererseits den zivilen Ungehorsam von «Ende Gelände» als illegal diffamiere. Unterstützung gab es von der Elternbewegung «Parents for Future»: «Wir arbeiten zusammen, mit unterschiedlichen Aktionsformen, jedoch vereint im Ziel», teilte «Parents for Future» am Donnerstag in Aachen mit.

Die Bewegung «Fridays for Future» hat für den 21. Juni zu einem internationalen Streiktag in Aachen aufgerufen. Am nächsten Tag wollen Schüler an einem Protestmarsch am Tagebau Garzweiler teilnehmen, der unter anderem von Greenpeace und dem BUND organisiert wird. Gleichzeitig hat das Aktionsbündnis «Ende Gelände» für die Zeit vom 19. bis 24. Juni Proteste mit Blockaden im Braunkohletagebau Garzweiler angekündigt. (dpa)