24.03.2019
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Ehrenamtler helfen Jugendlichen in Ausbildung und Schule: Der hilfreiche Pate

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Berufs- und Lebenserfahrung sind einige Schlüsselelemente, die ein Ausbildungspate in das Projekt und für junge Leute einbringen kann.

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König

Köln -

(kg). Im Berufsleben war Dieter Hartwich leitender Beamter bei der Kripo und in einer Spezialeinheit tätig. Unter anderem führte er Verhandlungen mit Geiselnehmern. Jetzt widmet sich der 60-Jährige anderen Zielen: Er hilft Mustafa beim Weg von der Hauptschule ins Berufsleben. Gemeinsam erstellen sie Unterlagen und gehen alle Stationen eines Bewerbungsverfahrens durch.

„Herr Hartwich hilft mir sehr, das ist super, mit ihm zu arbeiten“, sagt Mustafa. Kürzlich waren beide im Rahmen einer Bewerbung bei einem großen Betreiber öffentlichen Verkehrsangebots. „Die Unternehmen wissen und schätzen, wenn ein Bewerber mit einem Paten von Ceno zusammen arbeitet“, sagt Laura Bramann, die bei Ceno für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Bramann ist Teil einer Kölner Ehrenamtsagentur, die seit 1998 Menschen berät, die sich engagieren möchten, und sie in soziale und Ceno-eigene-Projekte vermittelt. Seit 2002 gibt es das Ausbildungspatenprojekt. „Wir suchen ehrenamtliche Paten der Generation 60 “, erklärt die Diplom Kommunikations- und Marketingwirtin.


Hartwich engagiert sich seit den Sommerferien 2018 in dem Projekt. Mit Mustafa treffe er sich einmal in der Woche für ein oder zwei Stunden. Die Berufswünsche des jungen Mannes tendierten zu Fahrzeugen und Mechatronik. Ziel von Mustafa und Hartwich sei, das neue Ausbildungsjahr mit einem Vertrag zu erreichen. Online-Einstellungstests seien für den jungen Mann eine der Herausforderungen, die er auf diesem Wege meistern wolle.


Bei jungen Leuten gehe es oft um Bereiche wie Handwerk, Technik und Auto, erzählt Bramann. Junge Frauen würden mehr zu Pflegeberufen oder Sparten wie Erzieherin und Kinderpflegerin tendieren. Grundsätzlich sei beim Wunsch nach neuen ehrenamtlichen Paten der Bedarf an weiblichen Paten sehr groß. Weniger als jede fünfte sei eine Frau. Die Nachfrage von Schülern, egal welchen Geschlechts, sei hingegen sehr groß.


Ceno kooperiert in dem Projekt mit der Hauptschule Reutlinger Straße in Bilderstöckchen, der Gustav-Heinemann-Hauptschule in Seeberg, der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Chorweiler und der Wilhelm-Busch-Realschule in Zündorf. Bramann berichtet, dass durch die Paten neben Ausbildungsberufen auch Wege bis hin zum Abi geöffnet würden. „Das Projekt ist oftmals erfolgreich“, sagt sie.


Die neue Projektstaffel startet im April. Interessierte Paten erreichen Ceno unter Telefon 0221/ 995 998-0. Die Projektverantwortliche ist Melanie Demor. Infos unter www.ceno-koeln.de