19.04.2019
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Gegen Uber & Co.: Taxifahrer protestierten auch in Köln

Taxi-Streik

"Dein Taxifahrer zahlt Steuern - und Uber..." Mit Protest-Schildern und einem langen Auto-Korso machten die Taxifahrer auch in Köln ihrem Unmut über die bundesweiten Liberalisierungspläne Luft.

Foto:

Iskeban

Köln -

Die Taxi-Branche ist in Aufruhr! Der Grund: Die bundesweiten Gesetzespläne zur Liberalisierung des Fahrdienstmarktes. Diese würden Fahrdiensten wie Uber & Co. den Markt öffnen - und so Unternehmen und Jobs gefährden, fürchten die Branchenverbände.

Wer am Mittwoch Taxi fahren wollte, brauchte in NRW oft Geduld. Branchenverbände hatten Taxifahrer zu Protestaktionen aufgerufen, und zahlreiche Fahrer machten mit. Sie fürchten durch die Konkurrenz von Fahrdiensten wie Uber um ihre Jobs. Die geplanten Änderungen brächten «klare Wettbewerbsnachteile für die Taxen», sagte der Geschäftsführer des Taxi-Verbandes NRW, Michael Hoog.

Taxi-Autokorso und Protest-Aktionen auch in Köln und Bonn

Zahlreiche Taxifahrer fuhren in einem Autokorso in Köln über den Rhein. Später protestierten mehrere Hundert NRW-Taxifahrer vor dem Düsseldorfer Landtag. Sie befürchten Vorteile für konkurrierende Anbieter wie Uber und sorgen sich um ihre Jobs. Die Taxifahrer steuerten laut hupend durch die Düsseldorfer Innenstadt bis zum Landtag. Dabei habe es einige Verkehrsbehinderungen gegeben. Der Rheinufertunnel musste kurzzeitig gesperrt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. 

Auch in Bonn, Duisburg und Dortmund trafen sich Fahrer. Die Veranstalter sprachen von insgesamt 1200 beteiligten Taxen. Bei der Kundgebung vor dem Landtag schwenkten Demonstranten mit gelben Westen Plakate mit der Aufschrift «Unsere Taxis, unsere Mobilität - Deine Jobs».

Taxiunternehmer fordern Unterstützung durch Landesregierung

Das Bundesverkehrsministerium will wesentliche Auflagen für neue Mobilitätsdienstleister wie Uber streichen. Taxis müssten sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen. Würde das Vorhaben tatsächlich umgesetzt, stünden zahlreiche Taxiunternehmer vor der Pleite, warnte Dennis Klusmeier, Vize-Chef des Taxi-Verbandes NRW. Er appellierte an die schwarz-gelbe Landesregierung, ihren Einfluss im Bundesrat geltend zu machen und das Bundesgesetz zu stoppen. (red/dpa)