18.05.2019
Die Wochenzeitungen im Rheinland - die meisten svazhie Nachrichten, Sortierung nach Datum

Gemeinsam Gewinnen Alle: Möglicher neuer FC-Vorstand stellt sich vor - Option "Poldi"

Köln -

In letzter Zeit war selten eine Entscheidung in den Reihen des 1. FC Köln so klar wie diese. Einstimmig fiel die Wahl der elf Mitgliederräte zum Vorschlag des neuen Vorstandsteams für die Mitgliederversammlung am 8. September aus: Das vorgeschlagene Team besteht aus Dr. Werner Wolf als Präsident sowie Eckhard Sauren und Dr. Jürgen Sieger als Vizepräsidenten. Das Trio präsentierte sich und seine Ziele am Dienstag im Geißbockheim - unter dem Motto: "Gemeinsam Gewinnen Alle"!

Werner Wolf, Eckhard Sauren und Jürgen Sieger haben sich für den Fall ihrer Wahl fünf Top-Ziele gesetzt:

  • 1. Kurzfristig: Die Basis schaffen für einen dauerhaften Verbleib des 1. FC Köln in der 1. Fußball-Bundesliga
  • 2. Mittelfristig: Eine stabile Positionierung auf einem einstelligen Tabellen-platz in der 1. Fußball-Bundesliga
  • 3. Finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit von Investoren
  • 4. Eine neue Kultur des Miteinander
  • 5. Die Basis des Volkssports Fußballs erhalten! Hier wollen wir mit dem 1. FC Köln viele Themen vorantreiben. 

Das wichtigste sportliche Ziel ist nach dem Aufstieg natürlich der Klassenerhalt: „Die dauerhafte, stabile Zugehörigkeit zur Bundesliga muss der Anspruch des 1. FC Köln sein. Denn am Standort Köln sind die Voraussetzungen für einen langfristig erfolgreichen Verein so gut wie in kaum einer anderen deutschen Großstadt gegeben. Diese Voraussetzung müssen wir systematisch nutzen“, erklärt Werner Wolf. Stabile finanzielle Bedingungen sollen den FC mittelfristig in der 1. Liga etablieren, jedoch ohne dabei die Unabhängigkeit von Investoren zu verlieren: „Der FC kann seine Freiheit und seine Werte nur dann bewahren, wenn er sich nicht in Abhängigkeit von externen Interessen begibt. Dafür müssen wir ein tragfähiges Konzept entwickeln."

FC Trio Vorstand

Eckhard Sauren, Dr. Werner Wolf und Dr. Jürgen Sieger wurden durch den Mitgliederrat vorgeschlagen.

Foto:

1. FC Köln

FC-DNA: Zusammenhalt, Bescheidenheit und Bodenhaftung 

In punkto Miteinander will das Trio auf traditionelle Werte setzen: „Zusammenhalt, Bescheidenheit und Bodenhaftung müssen wieder Teil der DNA des FC werden. Ein entscheidender Wert ist der Respekt vor den Mitgliedern. Dieses Ziel zu erreichen, verlangt geduldige, systematische Zusammenarbeit im Team und bei der Arbeit mit der Geschäftsführung und allen Gremien.“ Der Vorstand sei nicht nur Repräsentant des Vereins, sondern er bestimme die Leitlinien und gebe Impulse, berate und kontrolliere die Geschäftsführung und müsse mit ihr auf Augenhöhe diskutieren und wegweisende Entscheidungen treffen können.

Im sportlichen Bereich sollen dabei zum Beispiel bessere Bedingungen für den Nachwuchs geschaffen und ein Standortvorteil genutzt werden:  „Mittelfristig ist es unser Ziel, die Rolle des FC als innovative Kraft im sportlichen Bereich zu stärken. Die Sporthochschule Köln ist dafür ein idealer Partner im unmittelbaren Umfeld und ein Faktor, den es in dieser Form nur in Köln gibt. Diesen Standortvorteil werden wir nutzen.“

Herzstück Stadionbesuch

Darüber hinaus wollen Wolf, Sauren und Sieger die Basis des Volkssports Fußball erhalten: „Das Herzstück des Fußballs ist und bleibt das Heimspiel in unserem Stadion, mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre in Müngersdorf." 

Und nicht zuletzt bekenne sich das Team zur gesellschaftlichen Verantwortung des FC für Köln und die Region. Werner Wolf: „Dieser Verantwortung gerecht zu werden, bedeutet den Dialog mit der Stadt und ihren Einrichtungen zu verbessern, das soziale Engagement des FC weiter auszubauen und die Vorbildfunktion gesellschaftspolitisch glaubwürdig wahrzunehmen.“ Die Vereinsführung habe Prinzipientreue und Anstand vorzuleben.

Carsten Wettig, der Vorsitzende des Mitgliederrates, der nun erstmals in der Vereinsgeschichte nach der Satzungsänderung einen Vorschlag für den neuen Vorstand präsentierte, ist überzeugt von den Qualitäten des Trios: „Wolf, Sauren und Sieger verfügen aufgrund ihrer breiten beruflichen Erfahrungen über ideale strategische, wirtschaftliche und soziale Kompetenzen.“ Angesichts der Herausforderungen durch einige große Projekte, wie dem Ausbau des Geißbockheims und des Stadions, seien solche Fähigkeiten und Erfahrungen enorm wichtig und bei allen drei Kandidaten vorhanden.