20.05.2019
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SteB planen Bau eines neuen „Rheindükers": 60 Millionen in den Untergrund

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Der neue Rheindüker verläuft auf ähnlicher Höhe wie der alte Düker vom linksrheinischen Köln, Höhe Niehl zum Klärwerk in Stammheim.

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SteB Köln

Köln -

(sf). Über 90 Jahre alt ist der Abwasserkanal der Stadtentwässerungsbetriebe, der unterhalb des Rheins das linksrheinische Abwassersystem mit dem Klärwerk Stammheim verbindet. Da der sogenannte „Rheindüker“ stark in die Jahre gekommen ist, planen die Stadtentwässerungsbetriebe den Bau eines neuen „Rheindükers“, der das Abwassersystem sicherer und verlässlicher machen soll. Das geplante Bauwerk soll wie der alte Düker in Höhe Niehl/ Stammheim als Verbindung vom linksrheinischen ins rechtsrheinische Köln dienen und eine zukunftsfähige Abwasserentsorgung garantieren.


Insgesamt 60 Millionen Euro will die SteB in das Großprojekt investieren. Notwendig geworden ist der Bau des neuen Abwassersystems, da Teile des Kölner Kanalnetzes nicht mehr den technischen Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen. „Seit dem Bau des Rheindükers 8 ist die Bevölkerung Kölns wieder stark gewachsen, zudem hat sich die Bautechnik weiterentwickelt“, erläutert Projektlei-ter Christian Heinze.


Der neue Rheindüker verfügt über zwei Rohre mit einem Durchmesser von 1,80 Meter beziehungsweise 2,80 Metern und ist damit nicht nur wesentlich breiter als sein Vorgänger mit zwei Rohren von 1,85 beziehungsweise 1,25 Meter, sondern auch wesentlich belastbarer.


„Der neue Düker ist in der Lage, 6.000 Liter Abwasser von Niehl nach Stammheim zu transportieren“, berichtet Heinze. Mit einer hydraulischen Steuerung wird zukünftig eine optimale Auslastung des Klärwerks Stammheim ermöglicht, zudem werden die neuen Rohre für regelmäßige Inspektionen begehbar sein. „Diese Investition ist der Schlüssel für ein sicheres und verlässliches Abwassersystem. Es ist eine Zukunftsinvestition für die Stadt, denn nur so kann die Versorgungssicherheit gewährleistet werden“, betont SteB-Vorstandsvorsitzender Otto Schaaf.


Im Jahr 2021 wird die SteB mit dem Bau des neuen Rheindükers beginnen, der Rohbau soll bis 2023 stehen, das Bauende ist für 2025 terminiert. Die Kosten in Höhe von 60 Mio. Euro werden vollständig aus Abwassergebühren finanziert.