19.04.2019
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Wächter für die Dom-Höhen: Greifvögel sollen die Tauben vertreiben

GreifvögelDom

Tauben und der Kölner Dom: Greifvögel sollen künftig dafür sorgen, dass sich die Tauben vom Dom fernhalten.

Foto:

Oliver Berg/dpa

Köln -

Für den Kölner Dom und seine Bausubstanz sind sie ein echtes Ärgernis: die Tauben, oder genauer gesagt ihr Kot. Deshalb greift man nun auf die Hilfe eines Falkners und seiner gefiederten Freunde zurück:

Im Kampf gegen den Taubenkot setzt der Kölner Dom ab sofort auf Greifvögel. Der afrikanische Lannerfalke «Jambo» und mehrere Wüstenbussarde sollen künftig regelmäßig über dem Dom kreisen und so Tauben abschrecken. «Durch die bloße Anwesenheit eines Greifvogels fühlen sich Tauben und andere Wildvögel bedroht», erklärt Falkner Marco Wahl, der seine Greifvögel etwa alle vier Wochen von einem der Türme aus fliegen lassen soll. Das Ziel dieser besonderen Flugstunden lautet: Die Tauben suchen sich auf Dauer einen anderen Aufenthaltsort.

Taubenkot ist problematisch für die Bausubstanz des Doms

Die Verunreinigung durch Taubenkot ist für den Dom ein Problem. «Sein Säuregehalt beschleunigt die Verwitterung der Bausubstanz», erläuterte Dombaumeister Peter Füssenich. Zudem seien die Fäkalien eine ideale Brutstätte für Parasiten.

Der Einsatz von Raubvögeln am Kölner Dom als natürliche Feinde der Tauben ist übrigens nicht neu. 1979 wurde auf dem Nordturm das erste Wanderfalken-Pärchen - «Agrippina» und «Arnold» - angesiedelt. Jahrelang hatten die beiden, und später ihre Nachkommen, dort ihr Revier. Doch als der Nordturm für Restaurierungsarbeiten teilweise eingerüstet wurde, taugte er nicht mehr als Nistplatz, so dass die Falken auf einen benachbarten Kirchturm umzogen.

Als weitere Maßnahmen zur Taubenabwehr hat die Dombauhütte schon vor geraumer Zeit viele Bereiche der Kathedrale mit Schutznetzen und Spikes gesichert. (red/dpa)