19.06.2019
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Aushub der Giftmüll-Deponie beginnt: Strenge Sicherheitsvorkehrungen an A1-Rheinbrücke

Die Vorarbeiten am Regenrückhaltebecken zum Bau der neuen Brücke sind abgeschlossen. Ab sofort beginnt der Aushub der Mülldeponie, der Bagger steht bereit, die Arbeiter tragen zum Schutz Ganzkörperanzüge mit Gasmasken.

Die Vorarbeiten am Regenrückhaltebecken zum Bau der neuen Brücke sind abgeschlossen. Ab sofort beginnt der Aushub der Mülldeponie, der Bagger steht bereit, die Arbeiter tragen zum Schutz Ganzkörperanzüge mit Gasmasken.

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Britta Meyer

Leverkusen -

Bevor die Asphaltfräse ihre Arbeit unter der eingehausten Baustelle auf der A59 gleich an der Rheinbrücke beginnt (bisher ist nur die oberste Schicht angekratzt), lud Straßen.NRW die Presse zu einem letzten Termin ein. Danach ist der gesamte Komplex für die Öffentlichkeit geschlossen und erst nach Fertigstellung des Beckens zugänglich.

Da sich die Baustelle mitten auf der Autobahn befindet, war sie für die Journalisten nur per Shuttle-Bus erreichbar. Am Treffpunkt an der „Wacht am Rhein“ zeigte sich der Straßen.NRW-Pressesprecher nicht wenig überrascht über das große Interesse seitens der Medien, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte.

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Saugstarke Schläuche ziehen die Innenluft der Einhausung über der Baustelle ein und führen diese in Reinigungsanlagen, wo mögliche Giftstoffe herausgefiltert werden.

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Britta Meyer

Vor Ort führten Straßen.NRW-Regionalleiter Thomas Ganz, der Projektgruppenleiter Kölner Ring Thomas Raithel sowie Dr. Ingrid Obernosterer vom Geotechnischen Büro Düllmann, die Gruppe über die Baustelle. Den normalen Arbeitsabläufen so realistisch nachempfunden wie möglich, ging es dann durch die schmale Sicherheitsschleuse mit Dusche und Spints, damit auch die Arbeitskleidung im gesicherten Bereich bleibt, in den eigentlichen Baustellenbereich. In der großen Zelthalle bliesen lautstark die Sauganlagen, deren große Rohre die Luft in einem permanenten Austausch hielten. Von dort in eine Filteranlage gesogen, sollen sie dafür sorgen, dass keine kontaminierte Belastung nach außen gelangt. Bei Staubentwicklung kann darüber hinaus eine Befeuchtungsanlage in Gang gesetzt werden, die den Staub bindet und auf den Boden zurückführt.

Erste Vorboten des späteren Regenrückhaltebeckens sind die in den Boden gelassenen Spundwände. Diese wurden problemlos in den Boden bis in die natürliche Steinschicht des Rheinbettes getrieben, so dass laut Thomas Ganz ein Austreten von kontaminiertem Wasser nicht möglich ist. Nach oben dichtet eine Bitumenschicht die Fuge zum späteren Straßenaufbau ab.

Nach diesen Vorarbeiten kann nun mit dem Aushub der als hoch giftig befürchteten Deponie begonnen werden. Ein Bagger steht hierfür schon in der Halle bereit. Die Arbeiter tragen zum Schutz Ganzkörperanzüge mit Gasmasken und sind mit Emissionsmessgeräten ausgestattet. Für den Abtransport des Deponiemülls fahren die LKW auf eine schmale Spur neben dem späteren Becken, werden befüllt (je nach Inhalt in einen Muldenkipper oder in einen Spezialcontainer) und im vorgelagerten Waschraum gereinigt. Danach geht es in die nur wenige hundert Meter entfernte Müllerverbrennungsanlage von Currenta.

Bisher habe man bei den Arbeiten das hochgiftige Chrom 6 gefunden, so Thomas Ganz. Da hier durch die hohen Sicherheitsmaßnahmen kein Kontakt mit Mensch und Umwelt geschehe, sei mit keinen Gefahren zu rechnen. Beim Bau der Autobahn in den 1970er-Jahren wurde hier ohne Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet.

Weitere Giftstoffe, die erwartet würden, sind die Deponiegase Methan, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Schwefelwasserstoff (H2S), so Ingrid Obernosterer. Weiterhin reagieren die Messgeräte auf Kohlenmonoxid, Sauerstoffe und diverse Stickoxide (NOX), allesamt in diversen Verbindungen eine hochexplosive Mischung. Dass dennoch nichts passiert, dafür sollen die engmaschigen Sicherheitsvorkehrungen sorgen. „Für eine andere Baustelle dieses Ausmaßes benötigen wir gut eine Woche“, so Hans Spirk, Bauleiter der ausführenden Fachfirma und zuständig für den Kontaminierungsbereich, „hier rechnen wir mit vier bis fünf Wochen, da alles, was die Einhausung verlässt, zuvor sorgfältig geprüft wird.“

Dann ging es los, die Journalisten verließen den Bereich und der Motor der wartenden Asphaltfräse startete mit einem lauten Brummen.


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