21.05.2019
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Werbung für den Dortmunder Kirchentag: In Schlebusch machte Ruhrgebiets-Bude Station

Zusammen mit den „Blue Mountain Singers“ (rechts im Bild) warben Dirk Loose (links) vom Kirchentags-Team und der Schlebuscher Pfarrer Jürgen Dreyer (2. v. links) musikalisch und mit einer typischen Ruhrgebiets-Bude für die Teilnahme am Evangelischen Kirchentag in Dortmund.

Zusammen mit den „Blue Mountain Singers“ (rechts im Bild) warben Dirk Loose (links) vom Kirchentags-Team und der Schlebuscher Pfarrer Jürgen Dreyer (2. v. links) musikalisch und mit einer typischen Ruhrgebiets-Bude für die Teilnahme am Evangelischen Kirchentag in Dortmund.

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Gabi Knops-Feiler

Leverkusen -

Derzeit sind deutschlandweit alle evangelischen Gemeinden und Kirchenkreise aufgefordert, Gottesdienste und Veranstaltungen zu organisieren, die zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Dortmund einladen.

Einige Gemeinden boten bereits kurze Events wie Konzerte von Chören und Posaunenchören, andere Theater oder Sing-Flashmobs, außerdem jede Menge Informationen.

Die evangelische Kirchengemeinde Schlebusch unter Leitung von Pfarrer Jürgen Dreyer beteiligte sich kürzlich mit gleich zwei Events: Mit einem öffentlichen Auftritt der „Blue Mountain Singers“ in der Fußgängerzone Schlebusch und mit einem Gottesdienst in der Kirche Am Blauen Berg.

Unter der Leitung von Dagmar Kilic präsentierte der Chor ein Jahr vor seinem 25-jährigen Jubiläum einen kleinen Querschnitt durch das Repertoire: Es erklangen die afrikanische Gospelhymne „Siyahamba“, das israelische Lied „Radhalaila“ und die Neueinstudierung „Give us hope“. Mit dem irischen Segenslied „May the road rise“ klang das kleine Schnupperkonzert schließlich aus.

Insgesamt mehr als 120.000 Teilnehmer - vor allem Jugendliche - und Tagesgäste aus der weltweiten Ökumene werden zum Kirchentag erwartet. Die Großveranstaltung, die vom 19. bis 23. Juni stattfindet, steht unter dem Motto: „Was für ein Vertrauen“.

Auch aus Leverkusen werden sicherlich viele Menschen ins Ruhrgebiet reisen. Um noch mehr Interessenten zu locken, starteten zuletzt zehn typische fahrbare „Buden“ aus „dem Pott“ zu einer Sternfahrt nach Dortmund. Eine davon legte einen Stopp in Leverkusen ein. Und zwar genau vor der Schlebuscher St. Andreas-Kirche.

Neben Informationsmaterial gab es beispielsweise auch Tüten mit Blumensamen. „Wenn Sie diesen heute in die Erde legen, dürfte die Saat pünktlich zum Kirchentag aufgehen“, sagte Dirk Loose, Leiter des Referates für Ökumene im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund.

Es sei ein Kirchentag der klaren Worte und der kurzen Wege, die Innenstadt sei komplett gesperrt, lockte Loose zur Teilnahme an rund 2.000 Veranstaltungen und Beiträgen zu verschiedenen Themen. Diskutiert werde beispielsweise auch über die Frage, wie sich die Zukunft unserer Kirchen voraussichtlich entwickeln werde.

Wer „mitreißende Erlebnisse“ haben wolle und dazu die besten Pfarrer und Chöre, die Deutschland zu bieten habe, müsse zum Kirchentag kommen, schloss sich Dreyer der Werbung an. Seit fünf Jahren singe er, berichtete Loose am Rande, in einem Dortmunder Chor mit der Bezeichnung „CantaStrophe“. Würde er in Leverkusen wohnen, verriet er nach dem Vortrag des Schlebuscher Chores, „würde ich dort ebenfalls mitsingen“.