21.05.2019
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Der Kultur auf der Spur: Vielfältige Ergebnisse beim 4. Jahrestreffen der KulturScouts

„Auf die damals durchaus übliche Prügelstrafe habe ich natürlich verzichtet“ – so Lehrer Michael Stratmann. Aber ansonsten war alles original in dieser alten Schule, auch die Beschäftigung mit Kreidetäfelchen und Federkiel.

„Auf die damals durchaus übliche Prügelstrafe habe ich natürlich verzichtet“ – so Lehrer Michael Stratmann. Aber ansonsten war alles original in dieser alten Schule, auch die Beschäftigung mit Kreidetäfelchen und Federkiel.

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Alfred Müller

Kreis -

Mit der Förderung des NRW Ministeriums für Kultur und Wissenschaft sind mittlerweile 48 Schulen aus dem RBK und weiteren benachbarten Kreisen und Städten unterwegs. „MITMISCHEN ist wieder angesagt“ – so das aktuelle Jahresmotto für Aktivitäten, die außerhalb des normalen Schulbetriebs stattfinden.

Beim 4. Jahrestreffen arbeiteten 90 der 11- bis 16 jährigen Schülerinnen und Schüler aus 15 Klassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Kulturpartnern der Kommunen in insgesamt sieben interaktiven Workshops.

Nach der Führung durch die Ausstellung „Tina Haase – unbedingt“ wurden in der Villa Zanders aus Alltagsgegenständen skulpturale Kleinplastiken kreiert.

Nach der Führung durch die Ausstellung „Tina Haase – unbedingt“ wurden in der Villa Zanders aus Alltagsgegenständen skulpturale Kleinplastiken kreiert.

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Alfred Müller

Für die „KulturScouts Bergisches Land“ im Bürgerhaus Bergischer Löwe und der benachbarten Villa Zanders war besonders experimentieren und diskutieren angesagt. Denn besonders im Vordergrund stand die gemeinsame Weiterentwicklung der in Angriff genommenen Experimente. Im Abschlussplenum war die Begeisterung der Jugendlichen auch daran auszumachen, dass sie künftig viermal im Jahr der Kultur auf die Spur kommen wollen.

Neben der Kostenübernahme durch die beteiligten Kommunen haben unter anderem auch die Verkehrsverbünde VRS und VRR ihren besonderen Beitrag geleistet und die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs ermöglicht.

In einer ganz kurzen Vorstellung der sieben Workshops lässt sich die große Bandbreite der Forschungen der KulturScouts verdeutlichen. „Stars on stage – von der Bühnenanweisung zum Konzertabend“ hieß es im großen Theatersaal.

„Alles Zukunft oder was“ führte zu Rollenspielen und Improvisationen, weit in die Zukunft mit ihren Auswirkungen auf alle Bereiche hinausgehend. „Süßes Cromford – Entschlüsselt das Geheimnis um Sophies rätselhaften Brief“ stellte besondere Anforderungen. Das Ergebnis musste nämlich in alter Schrift mit Feder und Tinte festgehalten werden.

„Analog trifft digital – Tiefdruck trifft 3D“. Mittels eines 3D Druckers wurde eine Miniaturtiefdruckpresse gebaut. „Snarfblatt, Dingelhopper und mehr“ aus dem Museum Schloss Homburg hatten einen Anspruch an die Vorstellungskraft hinsichtlich der früheren Verwendung.

„Alte Schule – neue Schule“ bedarf sicher der weiteren Erläuterung nicht: Und schließlich hieß es im Kunstmuseum Villa Zanders „Wir sind alle verschieden“. Es ging um die künstlerische Verknüpfung unterschiedlicher Materialien.

Wie am Abschluss der Workshops die neue Projektkoordinatorin Jana Schlote sehr zufrieden erklärte, sei einmal mehr gelungen, Kulturorte und Museen mit all ihren Schätzen auch und vor allem der Jugend nahe zu bringen.