19.06.2019
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Busverkehr: REVG nimmt ihren Sitz in Kerpen-Türnich

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Das Leitungs-Team der REVG um die Geschäftsführer Walter Reinarz (Mitte) und Martin Schmitz (re.) will sicherstellen, dass die Gesellschaft zum 1. Januar 2019 den Busverkehr im Rhein-Erft-Kreis abwickeln kann.

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Zingsheim

Ein Betriebsgelände ist jetzt vorhanden: Ab dem 1. Januar 2019 soll die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) den Busverkehr im Rhein-Erft-Kreis abwickeln. Auf dem 43.000 Quadratmeter großen Gelände einer Silo-Spedition im Gewerbegebiet Türnich III in Kerpen nimmt die REVG ihren Sitz. Dort können die Fahrzeuge in einer Halle und auf dem Parkplatz abgestellt werden, es gibt eine Werkstatt und eine Tankstelle. Allerdings bleibt bis zur Übernahme des Busverkehrs zwischen Bedburg und Wesseling noch eine Menge zu tun, wie die Geschäftsleitung jetzt vor der Presse dargelegt hat. „Die Mannschaft, die das Ganze ans Laufen bringt, ist vorhanden“, sagte Geschäftsführer Walter Reinarz. Bis zum Start müssen noch bis zu 200 Busfahrer eingestellt werden und zunächst 109 Busse besorgt werden, für die jetzt die Ausschreibung anläuft. Auch mit einer Reihe von Subunternehmern soll weiterhin gearbeitet werden.

Rhein-Erft-Kreis (zi). Die Aufgabe ist gewaltig: Wenn die REVG zum 1. Januar 2019 den Busverkehr im Rhein-Erft-Kreis abwickelt, dann soll sie rund 3,7 Millionen Kilometer Fahrleistung im Jahr auf die Räder ihrer rund 110 Busse bringen. Weitere 3,5 Millionen Kilometer sollen von Subunternehmern, also freien Busunternehmen, erbracht werden. Die REVG besteht schon seit 25 Jahren, aber sie hat bisher nicht selbst das operative Geschäft ausgeführt, sondern dies an die RVK übertragen. Dies sei aufgrund europäischer Richtlinien so nicht mehr möglich, führten Geschäftsführer Walter Reinarz und Aufsichtsratsvorsitzender Willi Zylajew vor der Presse aus. Die Politiker im Kreistag entschlossen sich, so wie auch einige Nachbarkreise, einen eigenen Busbetreib aufzubauen, was nicht unumstritten ist. „Wir wollten auch mehr Transparenz auf der Personal- und Kostenschiene“, so Zylajew. Mit Walter Reinarz als Geschäftsführer hat die REVG einen erfahrenen Manager geholt, der im Vorstand der Kölner Verkehrsbetriebe tätig war und seinen gut dotierten Posten nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs verloren hat.

Für monatlich 62.000 Euro hat die REVG jetzt in Kerpen-Türnich - „mitten im Herzen des Rhein-Erft-Kreises“ - ein Firmengelände gepachtet, das alle Voraussetzungen für ein großes Busunternehmen zu haben scheint. Ein Verwaltungsgebäude soll bis 2020 entstehen. Mit Wolfgang Orth hat die Firma einen Verkehrs- und Betriebsleiter eingestellt, dem ab 1. April in der Aufbauphase zwei Verkehrsplaner und IT-Fachleute zur Seite stehen.  

Herz des Unternehmens werden bis zu 200 Busfahrer sein, die jetzt gesucht werden, rund 100 Bewerbungen seien schon eingegangen, hieß es. Eine intensive Personalsuche mit Anzeigen und Internetwerbung soll jetzt erst noch anlaufen, denn der Arbeitsmarkt für Busfahrer gilt als „leergefegt“. 

Fünf Hersteller interessieren sich laut Reinarz für den Auftrag, zunächst 109 Busse und Gelenkbusse liefern zu dürfen. Die Fahrzeuge sollen geleast werden. Es handelt sich trotz der aktuellen Diskussionen um Fahrverbote ausschließlich um dieselgetriebene Wagen, denn die Alternativen wären nicht zuletzt aus Kostengründen nicht in Frage gekommen, rechnete Reinarz vor. Die Fahrzeuge sollen bereits bis Ende Oktober ausgeliefert werden, damit die REVG sie noch für ihre Anforderungen umrüsten kann.

Das Leitungs-Team ist optimistisch, die ehrgeizigen Pläne umzusetzen, damit zum Jahreswechsel ein reibungsloser Übergang vom Busverkehr der RVK zur REVG gelingt. „Ich mache mir jedenfalls nicht in die Hose, dass wir das nicht schaffen“, erklärte Reinarz. Und auch Zylajew ist guter Dinge, denn die Subunternehmer seien alle bereit, für das neue Unternehmen tätig zu werden. „Wir gehen davon aus, dass wir am 1. 1. 2018 die Busse auf der Straße sehen werden“, ist sich Kreis-Kämmerer Martin Schmitz sicher. Als einer der beiden Geschäftsführer der Gesellschaft kalkuliert er einen Verlust ein, der 4 bis 4,5 Millionen unter dem bisherigen Zuschuss für den Busverkehr liegen soll. 

Rechnen soll sich der Wechsel zur REVG auch für die Busfahrer. Zlyjajew: „Wir zahlen nach einem ordentlichen Tarif.“ Unter www.revg-jobmotor.de können Interessenten sich bewerben.


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