19.04.2019
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Eine außergewöhnliche Reise: Mit dem Rad nach Singapur

Von Frechen nach Singapur: Ende Mai will sich die Youtuberin Tanja Weeke aus Frechen auf eine außergewöhnliche Fahrradtour machen.

Von Frechen nach Singapur: Ende Mai will sich die Youtuberin Tanja Weeke aus Frechen auf eine außergewöhnliche Fahrradtour machen.

Foto:

Lars Kindermann

Frechen -

Wenn alles nach Plan verläuft, dann begibt sich Tanja Weeke am Sonntag, 26. Mai, auf eine außergewöhnliche Reise. Die 20-jährige Frechenerin will mit dem Fahrrad von Frechen nach Singapur fahren.

Rund neun Monate, glaubt Tanja Weeke, werde ihre Radtour nach Singapur in Anspruch nehmen. „Ich rechne durchschnittlich mit 50 Kilometern pro Tag.“

Von Deutschland geht es über Tschechien, Polen, die Ukraine, Russland, Georgien, Armenien, den Iran, …. „Die grobe Streckenplanung steht“, sagt sie. Ganz genau festlegen möchte sie sich aber noch nicht.

Eigentlich war eine Reise mit vier Begleitern geplant. Doch nach und nach stiegen die Mitstreiter aus dem Projekt aus. Übrig geblieben ist nur sie. Die Frage, ob sie sich die Solo-Tour nicht doch nochmal überlegen will, beantwortet sie ganz klar: „Wenn ich mir was in den Kopf setze, dann bin ich schwer davon abzuhalten.“

Im Gegensatz zu ihren Eltern macht sie sich keine allzu großen Sorgen. „Wenn überhaupt dann wegen der Tiere“, gesteht sie. Ihre geplante Strecke führt sie in Indien zwar nicht durch das Tigergebiet, aber vor aggressiven Elefanten wurde sie bereits gewarnt.

Über ihre Erlebnisse auf der Tour wird sie regelmäßig auf ihrem Youtube-Kanal ‚sawyou‘ berichten. Seit zwei Jahren postet sie dort Reisevideos, Making Offs, Tutorials und vieles mehr. Nach dem Schulabschluss hat sie mit der Ausbildung zur Kamerafrau und Cutterin begonnen, gleichzeitig arbeitet sie als Postbotin in Frechen. Für die geplante Tour wird sie ihre Ausbildung pausieren lassen.

Das richtige Fahrrad für die 13.000 bis 15.000 Kilometer lange Tour hat sie sich in Lüneburg anfertigen lassen. Es hat einen extra stabilen Rahmen, dickere Reifen, einen Gepäckträger vorne und ein E-Werk, um elektronische Geräte – wie ihr Smartphone und ihre Kameras – aufzuladen. Die Farbe Dunkelgrün hat sie ganz bewusst gewählt. „Das Fahrrad soll nicht zu schön aussehen und zu viel Aufmerksamkeit erregen“, erklärt sie.

Was noch fehlt, sind geeignete, wasserdichte Satteltaschen und eventuell ein neues Zelt. „Beim ersten Aufbau ist direkt eine Zeltstange gebrochen. Das lässt mich ein wenig an der richtigen Qualität für so eine Tour zweifeln.“ Ansonsten sieht sie sich schon gut aufgestellt. Und wenn nichts mehr dazwischen kommt, heißt es Ende Mai: Ab nach Singapur.