19.05.2019
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Familie Sturm braucht Hilfe: Kein Geld für neues Auto

Die Zeiten in den Sascha und Claudia Sturm (re.) ihre Tochter Laura (12) in ihrem Auto zur ärztlichen Untersuchung nach St. Augustin fahren können, sind bald vorbei. Im Cockpit des Toyota Avensis Verso blinken die Warnleuchten und der Motor macht seltsame Geräusche. Aber Geld für ein neues Auto ist nicht da. Sascha Sturm versucht daher seit vier Monaten Spenden im Internet zu sammeln. Bisheriger Zwischenstand: 55 Euro.

Die Zeiten in den Sascha und Claudia Sturm (re.) ihre Tochter Laura (12) in ihrem Auto zur ärztlichen Untersuchung nach St. Augustin fahren können, sind bald vorbei. Im Cockpit des Toyota Avensis Verso blinken die Warnleuchten und der Motor macht seltsame Geräusche. Aber Geld für ein neues Auto ist nicht da. Sascha Sturm versucht daher seit vier Monaten Spenden im Internet zu sammeln. Bisheriger Zwischenstand: 55 Euro.

Foto:

Lars Kindermann

Frechen -

Die Familie Sturm aus Frechen braucht dringend Hilfe. Für ihre behinderte Tochter Laura benötigt die Familie mit drei Kindern ein großes, behindertengerechtes Auto. Familienvater Sascha Sturm ist Alleinverdiener und das Geld reicht vorne und hinten nicht, aber trotzdem hagelte es bisher nur Absagen von Stiftungen, Unternehmen und Autohäusern aus der Region.

Wenn Sascha Sturm sein Auto startet, dann begrüßt ihn ein farbenfrohes Warnlichtspektakel: Die Motorkontrollleuchte blinkt ebenso wie das Licht für den Öldruck. Dazu gibt der Motor ein hohes, schnarrendes Geräusch von sich. „Sie müssten mal sehen, wie die Leute gucken, wenn wir mit dem Auto neben ihnen parken“, erzählt der sympathische Familienvater.

Er und seine Familie sind auf den - in die Jahre gekommenen – Toyota Avensis Verso angewiesen. Die Sturms brauchen ein großes Auto, schließlich haben sie drei Kinder und ihr Nesthäkchen Laura sitzt im Rollstuhl.

Das aufgeweckte Mädchen leidet, seit ihrer Geburt, an einer Cerebralparese mit Tetraspastik. „Laura war ein Frühchen. Das meine Frau und Laura die Geburt überlebt haben grenzt an ein Wunder“, sagt Sascha Sturm und streicht seiner 12-jährigen Tochter liebevoll über den Kopf. Diese verfolgt das Gespräch am heimischen Esstisch sehr aufmerksam.Laura besucht die 6. Klasse der Donatus-Schule in Brauweiler. Ihre Lieblingsfächer sind Mathematik und Sport, besonders die Tanz AG macht ihr Spaß. In ihrer Freizeit telefoniert sie mit Freundinnen oder chattet über WhatsApp. Ihr Wunsch: „Ich würde gerne mal wieder ins fresh open.“ Doch solche Extrafahrten spart sich die Familie erst einmal. „Wir nutzen das Auto nur wenn es nicht anders geht“, erklärt ihre Mutter Claudia. Lauras nächster Schwimmbadbesuch muss warten.Sascha Sturm arbeitet bei einem Sicherheitsdienst in Köln, seine Frau hat ihren Job aufgegeben und kümmert sich um den Haushalt und die Pflege von Laura. Und nur mit seinem Gehalt ist ein neues, geräumiges Auto kaum zu finanzieren. Unterstützung fanden die Sturms vor einigen Jahren bei verschiedenen Stiftungen. Die Bürger-Sozial-Stiftung der Stadt Frechen und die Stiftung „Ein Herz für Kinder“ unterstützten sie damals finanziell beim Autokauf. Die Sturms kauften sich für 12.500 Euro einen neuen Dacia Logan. Die Mobilität der Familie schien für die nächsten Jahre sichergestellt. Aber dann erlitt Lauras Schwester Leonie – im Jahr 2016 - einen schweren epileptischen Anfall und musste in die Uniklinik Köln gebracht werden. Nach vielen Stunden am Bett seiner größeren Tochter fuhr Sascha Sturm übermüdet nach Hause und baute einen selbstverschuldeten Unfall. „Ich blieb unverletzt, aber das Auto hatte nur noch Schrottwert!“, erinnert er sich. Um die Stiftungen nicht erneut um Geld bitten zu müssen, kauften die Sturms für 4.500 Euro einen gebrauchten Toyota, den sie in Raten abstotterten. „Danach haben wir noch jede Menge Geld in das Auto gesteckt, aber jetzt lohnt sich das nicht mehr“, sagt Claudia Sturm. Neuen TÜV würde der Toyota – laut Werkstatt – so nicht mehr bekommen. Die Zeit läuft gegen die Familie, die Motorgeräusche werden schlimmer, ein neues Auto muss her.

In ihrer Verzweiflung greifen die Sturms nach jedem Strohhalm. Während Claudia Sturm lokale Unternehmen, Autohäuser und Autohersteller angeschrieben hat und mit verschiedenen Stiftungen im Gespräch ist, hat Sascha Sturm auf der Online-Spenden-Plattform gofundme einen Spendenaufruf gestartet. Sein Ziel: 6000 Euro für einen gebrauchten, großräumigen, fahrbaren Untersatz sammeln. Das Ergebnis nach vier Monaten: 55 Euro. Auch seine Frau hatte bisher wenig Erfolg. Claudia Sturm: „Einige Autohersteller haben uns großzügige Rabatte bei einem Autoneukauf angeboten. Aber ein neues Auto können wir uns einfach nicht leisten.“

Eins ist sicher: Die Familie braucht dringend Hilfe. Stiftungen, Organisationen, Unternehmen, Autohäuser, Gebrauchtwagenhändler, Autowerkstätten und Privatpersonen, die die Familie Sturm gerne unterstützen wollen, erfahren auf www.gofundme.com – Stichwort: „Laura Auto“ mehr oder können sich mit Sascha Sturm per E-Mail an [email protected] in Verbindung setzen.