19.06.2019
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Förderung in sechs Städten: Angebot für besonders begabte Grundschüler

Landrat Michael Kreuzberg und Wesselings Bürgermeister Erwin Eser bei der Unterzeichnung der Kooperation.

Landrat Michael Kreuzberg und Wesselings Bürgermeister Erwin Eser bei der Unterzeichnung der Kooperation.

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Presseamt der Stadt Wesseling

Wesseling/Rhein-Erft-Kreis -

„Der Förderkurs ist eine tolle Erfahrung für unser Kind.“ „Meine Tochter findet den Kurs sehr interessant. Machen Sie weiter so“: Solche positiven Rückmeldungen bekommt das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland von Eltern erhalten, deren Kinder bereits einen Grundschulförderkurs besucht haben.

Seit 2009 gibt es die Begabtenförderung in den Klassen 3 und 4 in vier Städten im Rhein-Erft- Kreis und nachdem letztes Jahr Elsdorf dazu kam, ist nun auch Wesseling mit dabei: „Wir sind sehr glücklich darüber, nun auch die Stadt Wesseling und ihre Schüler und Schülerinnen mit diesem besonderen Begabtenprojekt zu bereichern“, freute sich Landrat Michael Kreuzberg, der als Geschäftsführer des Hoch-Begabten-Zentrums Rheinland mit Wesselings Bürgermeister Erwin Esser die Vereinbarung unterzeichnete.

Die am Käthe-Kollwitz-Gymnasium verortete Begabtenförderung wird nach den Herbstferien einmal wöchentlich stattfinden, und zwar in den Bereichen Mathematik/Naturwissenschaften beziehungsweise Deutsch/Philosophie.

Gearbeitet wird in Fördergruppen mit jeweils 15 Kindern aus vier Grundschulen der Stadt, deren Eignung für das Förderprojekt im Vorfeld durch die Psychologen des HBZ festgestellt wird. Die Finanzierung erfolgt durch die jährliche Mittelbereitstellung der Stadt.

Allerdings wurde auf Kreisebene beschlossen, für 2019 und 2020 finanzielle Mittel im Haushalt einzustellen, um die Finanzierung des Projekts sicherzustellen und so die Kommunen im Rhein-Erft-Kreis zu entlasten.

„Es wird ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Inklusion geleistet, in den mittlerweile sehr großen Schulklassen auch besonders begabte Kinder zu ihrer optimalen Entfaltung kommen zu lassen“, ist sich Bürgermeister Erwin Esser sicher. „Die Forderung von begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schülern bis zu ihren jeweiligen persönlichen Leistungsgrenzen spielt dabei eine große Rolle, da die Anstrengungsbereitschaft und Leistungsmotivation gestärkt werden. Das Förderprogramm trägt so- mit in konsequenter Art und Weise zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei“, so Kreuzberg.Das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland (HBZ) ist eine durch den Rhein-Erft-Kreis getragene gemeinnützige Bildungseinrichtung in Brühl bei Köln. Fünf Psychologen bieten neben einem Beratungsangebot für Familien mit Kindern und Jugendlichen auch Fortbildungen für Lehrkräfte und Erzieherinnen an. Darüber hinaus setzen sie Förderprojekte für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen rund um das Thema Begabungsfindung und -förderung um.In Wesseling nehmen die Albert-Schweitzer-, die Schiller-, die Goethe- und die Rheinschule teil. Die Grundschulförderung wird zudem auch in Frechen, Bergheim, Brühl, Bedburg und Elsdorf angeboten.