22.05.2019
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Jahr der Rekorde für die Arbeitsagentur: Arbeitsmarkt in 2018 bleibt aufnahmefähig

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Die Agentur für Arbeit in Brühl verzeichnete 2017 ein Jahr der Rekorde.

Foto:

Harald Zeyen

Brühl/Rhein-Erft-Kreis -

Ein Jahr der Rekorde konnte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl, Johannes Klapper, verkünden: Rekordhochs gab es 2017 bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und bei den gemeldeten Stellen, ein Rekordtief war bei der Jugendarbeitslosigkeit zu verzeichnen. Zudem verzeichnete man mit knapp 15.900 (5,7 %) die niedrigste Arbeitslosigkeit im Dezember seit 16 Jahren.
Im Jahresdurchschnitt 2017 lag der Bestand an Arbeitslosen bei 16.890 (- 900 = 6,7 %). „Der verstärkte Zuzug geflüchteter Menschen hat sich nicht in den Arbeitslosenzahlen widergespiegelt, da viele dieser geflüchteten Menschen sich noch in Sprach- oder Qualifizierungskursen befinden“, betonte Klapper. Es sei zwar noch kein Ende der Beschäftigungssteigerung in Sicht, doch der demografische Wandel werde in einigen Branchen Auswirkungen zeigen. Vor allem in Gesundheit- und Pflegeberufen sowie Berufen aus dem Bereich der Information und Kommunikation werde es, auch aufgrund von Fachkräfteengpässen, zunehmend problematisch, die freiwerdenden Stellen von altersbedingt ausscheidenden Beschäftigten zügig neu zu besetzen.
Gestiegen ist zudem die Zahl der Vollzeitbeschäftigten. Auch die Stellen, die der Arbeitsagentur von den Arbeitgebern gemeldet wurden, waren überwiegend in Vollzeit, unbefristet und auf Fachkraftniveau. Wie aufnahmefähig der Arbeitsmarkt in 2017 war, lässt sich an der Zahl die gemeldeten freien Stellen erkennen. Mit 10.950 wurde das Ergebnis des Vorjahres noch einmal um 642 Stellen oder 6,2 % überschritten. „Damit haben wir in diesem Jahr die stärkste Nachfrage seit 16 Jahren gehabt“, fuhr Klapper mit den Erfolgsmeldungen fort. Leider werde die Besetzung zunehmend schwieriger, denn die Arbeitgeber zeigen nur wenig Kompromissbereitschaft bezüglich der Kompetenzen der gesuchten Fachkräfte.
Klapper ist zuversichtlich, dass sich der Arbeitsmarkt auch in 2018 weiter gut entwickelt. Er sieht jedoch auch die Herausforderungen: „In diesem Jahr werden die ersten Baby-Boomer in den Ruhestand gehen. Die Lücke, die diese Fachkräfte hinterlassen, wird immer schwieriger zu schließen sein“. Denn die zu erwartenden Produktivitätsgewinne durch Digitalisierung und Automatisierung werden den steigenden Bedarf an Fachkräften nicht lösen. „Vielmehr ist es so, dass sich die Berufsbilder verändern und Aufgaben zunehmend komplexer werden. Wer auf dem Arbeitsmarkt mithalten möchte, muss sich regelmäßig weiterbilden“, betonte Klapper.
Langzeitarbeitslosigkeit spiele bei Jugendlichen eine untergeordnete Rolle, denn nahezu neun von zehn Jugendlichen sind kürzer als ein Jahr arbeitslos. „Trotzdem bleibt auch 2018 einer unserer Schwerpunkte, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. Denn hierin liegt gleichzeitig der präventive Ansatz zur Vermeidung der Langzeitarbeitslosigkeit“, erklärte Klapper. „Schließlich sind fehlende Schulabschlüsse und häufige Arbeitslosenzeiten ein Risikofaktor.“ Daher setzt die Agentur für Arbeit auch in 2018 neben einer frühzeitigen Berufsorientierung an den Schulen und einer guten Beratung auf das Projekt „Zukunftsstarter - Das bringt mich weiter“.


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