19.04.2019
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Spannend & jeck: BLATTGOLD schreibt Frechener Karnevals-Krimi

Susanne und Isabel stellen sich vor, wie das geht, würgen von hinten

Susanne und Isabel stellen sich vor, wie das geht, würgen von hinten

Foto:

Blattgold

Frechen -

Es gab eine große Tasche. In der waren viele Sachen von Karneval. Jeder durfte sich da etwas rausnehmen. Ohne zu gucken. Diese Dinge haben wir:

  • Blauer Gummi-Handschuh
  • Schwarze Locken-Perücke
  • Federboa
  • Konfetti-Kanone
  • Krawatte
  • Schal vom 1. FC Köln

Dann haben wir uns eine Geschichte überlegt. Alle Dinge mussten darin vorkommen. Die Geschichte ist sehr spannend. Nichts für Angst-Hasen. Aber lest selbst.

Ein Krimi aus diesen Karnevalsutensilien... Schaffen wir

Die jecken Krimi-Utensilien...

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Blattgold

Der Würge-Schal

Weiberfastnacht mitten in Frechen. In der Fußgängerzone am Klüttenbrunnen ist immer Gesang und Tanz und großes Programm. Es ist 11 Uhr 11. Da treten verschiedene Karnevalsgruppen auf. Aus den Lautsprechern kommt laute Musik. Über 1.000 kostümierte Jecke stehen und schunkeln, singen, tanzen und trinken Bier. Es ist sehr eng, manche schupsen. Alle sind gut gelaunt.

Kamera 113

Jochen und Cedric haben sichtlich Spaß bei der Krimiproduktion.

Foto:

Blattgold

Mittendrin ist ein Mann mit einer schwarzen Lockenperücke. Er trägt einen blauen Gummihandschuh an der linken Hand. Weil es ihm kalt ist, trägt er einen rot-weißen Schal vom 1. FC Köln. Er heißt Jürgen. Er tut so, als hätte er gute Laune. Neben ihm steht Monika, die sich als Chinesin verkleidet hat. Mit ihrer Clique schunkelt sie ausgelassen. Ihre Laune ist bombig. Um in Stimmung zu kommen, holt der Mann aus seiner Jackentasche eine Konfetti-Kanone. Mit seinen Händen dreht er sie einmal links herum, dann rechts herum. Dann macht es – bumm – und ganz viel Konfetti kommt raus. Monika bekommt die ganze Ladung ab. Das Konfetti hängt ihr in den Haaren, auf dem Fächer, in der Federboa, im Kölschglas - überall. Es kratzt und piekst. Monika ist böse, ihre Mundwinkel hängen herunter, die Augen werden zu Schlitzen und funkeln. Jürgen hat noch immer keine gute Laune. Sie fummelt an ihrer Handtasche herum und holt wütend etwas aus ihrer Handtasche heraus. Es ist eine Schere. Damit schneidet sie ihm die Krawatte ab aus Wut. Jürgen ist stinksauer und schreit: „Warum schneidest Du mir die Krawatte ab?“ „Mach dir nichts draus. An Weiberfastnacht dürfen Frauen Männern die Krawatte abschneiden“, lacht Monika. Jürgen tut so, als sei alles wieder gut. Aber man sieht ihm an, dass er noch immer stinksauer ist. Er verschwindet. Monika feiert mit ihren Freunden weiter. Als ein bisschen Zeit vergangen ist, muss Monika den Toilettenwagen aufsuchen. Gerade singen die Bläck Fööss „Moni hat geweint.“

Kamera 107
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Blattgold

Hinter dem Toilettenwagen hat sich Jürgen versteckt. Er ist nervös. Das merkt man daran, dass er mit zittrigen Fingern eine Zigarette raucht. Er wartet auf Monika. Seine Augen sehen böse aus. Monika kommt und geht hinein. Jürgen täuscht vor, auch zur Toilette zu müssen. Er ruft: „Alte, mach mal auf. Ich muss auch mal. Ganz dringend.“ Sie antwortet genervt: „Mann, ich bin doch gleich fertig.“ Als Monika die Tür öffnet, stürzt sich Jürgen auf Monika und schubst sie zurück in die Toilette. Sie fällt rückwärts gegen die Toilette. Jürgen macht die Tür hinter sich zu und würgt Monika. Sie schreit, aber wegen der lauten Musik kann man ihren Schrei nicht hören. Er nimmt seinen Schal vom Hals und erwürgt sie damit. Um die Spuren zu verwischen, spült er den Schal und den blauen Gummihandschuh mit der Toilettenspülung runter. Vorsichtig öffnet er die Tür, ob jemand draußen ist. Die Luft ist rein. Keine Polizei in Sicht. Er hat Glück. Er kann die Tote nicht mitnehmen, das würde auffallen. Er geht schnell hinter den Toilettenwagen und verschwindet unerkannt in der Menschenmenge. Er hat jetzt deutlich bessere Laune.

Cedric bei der (Schreib-)Arbeit. JPG

Cedric bei der (Schreib-)Arbeit

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Die Geschichte ausgedacht haben sich die Blattgold Schreibwerkstatt-Mitglieder

  • Cedric Eichner
  • Ralf Fassbender
  • Norbert Fuchs
  • Bettina Hoppe
  • Angelika Quiel
  • Jessica Reinhard
  • Jochen Rodenkirchen
  • Isabel Schatton
  • Susanne Sasse

unter der Leitung der Journalistin Anja Schimanke.

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