22.05.2019
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Von vorn bis hinten selbst gemacht: Pädagogin gibt eigenes Hobby weiter an Schüler

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Von den Puppen über Möbel und Beleuchtung bis zum festlich gedeckten Tisch wird jede Szene mit Liebe zum Detail gestaltet.

Foto:

Deitenbach

Eitorf -

Marionetten begleiten Roswitha Rühl-Bruckner schon mehr als die Hälfte ihres Lebens lang.

Dazu gekommen ist die 65-jährige Pädagogin an ihrer zweiten Schule in Siegen, wo Schüler bei einem Kurstreffen den Bau von Marionetten als Aufgabe für den Kunstunterricht thematisierten.

Rühl-Bruckner selbst unterrichtet Sport und Pädagogik, war jedoch vom Thema fasziniert und hat die Schüler privat beim Bau unterstützt. Dabei entstand auch ihre erste eigene Marionette, eine alte Dame.

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Roswitha Rühl-Bruckner beschäftigt sich seit fast 40 Jahren mit Marionetten-Theater, seit 20 Jahren gemeinsam mit Schülern des Siegtal-Gymnasiums.

Foto:

Deitenbach

In ihrer nächsten Schule griff sie das Thema 1980 anlässlich einer Projektwoche auf und auch am Siegtal-Gymnasium(SGE), wo Rühl-Bruckner seit 1994 unterrichtet, kam es durch eine Projektwoche zu der beliebten AG, die Rühl-Bruckner nun bereits seit 20 Jahren mit ungebrochenem Schülerinteresse anbietet.

Ihr erstes Stück am SGE war „Die kleine Hexe", in diesem Jahr stand mit „Die Schöne und das Biest" die zwanzigste Aufführungsreihe an.

"Mein liebstes Hobby"


Auch wenn Rühl-Bruckner ihre Marionetten-AG für die Schule anbietet und umsetzt, sind die Puppen neben der Gartenarbeit ihr liebstes Hobby. Sie legt großen Wert darauf, dass vom Schreiben der Texte, über den Bau von Kulissen und Puppen, die Ausstattung mit Kleidern und Accessoires oder die Ausarbeitung von Ton- und Lichteffekten bis zu den Aufführungen alles selbst gemacht wird.

Mehr Möglichkeiten als früher


Dabei hält sie fest, dass es heute weit mehr Möglichkeiten gibt als in der Anfangszeit ihres Hobbys, nicht zuletzt im Hinblick auf technische Gestaltung. Auch die Marionetten sind aufwändiger geworden, leben aber wie eh und je von der Liebe zum Detail.

Es wird viel Freizeit investiert

Die Produktion eines neuen Stückes ist ebenso spannend wie zeitaufwändig, allein im Rahmen des schulischen Zeitbudgets wäre das gar nicht möglich.

Sowohl Rühl-Bruckner als auch die Schüler investieren viel Freizeit zusätzlich in das gemeinsame Projekt. Weder sie selbst noch die Schüler empfinden die AG als schulische Veranstaltung sondern als gemeinsames Hobby, freut sich die Pädagogin daher auch über den Teamgeist.


Gemeinsam gearbeitet wird mindestens zwei Stunden pro Woche, auch das nicht in der Schule sondern bei Rühl-Bruckner zu Hause, nach einem gemeinsamen Mittagessen.

Am aufwändigsten ist die Gestaltung

Die aufwändigste Arbeit ist nach Erfahrung der Pädagogin das Gestalten der Marionetten, die nicht zwingend nur Personen, sondern wie im letzten Stück auch Teekanne, Tasse oder Kerzenleuchter sein können. Die größte Befriedigung liegt für Rühl-Bruckner im wachsenden Miteinander des Teams, in Entwicklung, Kreativität und Leistung der Schüler.

Besonders reizvoll sei dabei die gemischte Altersstruktur der Teilnehmer.

Ansporn ist die Begeisterung der Zuschauer


Neuer Ansporn und Lohn für die Arbeit ist stets die Begeisterung der Zuschauer bei der Aufführung der fertigen Produktion. Neben öffentlichen Aufführungen gibt es stets Sondervorstellungen für Eitorfer Kindergärten und Grundschulen. Diese bedanken sich stets großzügig mit einer Spende, über die sich der Aufwand der Produktionen refinanziert.

AG läuft auch nach der Pensionierung weiter


Obwohl Rühl-Bruckner zum Ende des Schulhalbjahrs als Lehrerin in Pension gehen wird, bleibt sie dem SGE mit ihrem besonderen Hobby erhalten. Mit großer Freude nahmen Schulleitung und Schüler die Nachricht auf, dass sie die AG auch weiter anbieten wird. Ein Hobby gehört eben auch zum wohlverdienten Ruhestand.

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Roswitha Rühl-Bruckner und das diesjährige AG-Team mit den aktuellen Marionetten auf der Bühne des Leonardo.

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Deitenbach



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