22.05.2019
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Liebe zum Detail: Modell-Metallbau ist sein Ding

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Hans-Gerd Finke präsentiert einen Teil seiner metallenen Fahrzeugflotte.

Foto:

Detlev Junker

REGION -

Hans-Gerd Finke mag es gerne aus Metall. Für den 61-jährigen Ingenieur ist Modellbau aus Metallbaukastenteilen das, was ihn seit seiner Jugend fasziniert. Dabei gibt er sich aber nicht mit Kleinigkeiten ab.

So hat der Sechtemer bereits unzählige Großmodelle gebastelt, sein ganzer Stolz ist dabei der Nachbau des „Killer Trucks" aus dem ersten Steven-Spielberg-Film „Duell". Mit viel Liebe zum Detail baute Finke das Fahrzeug aus circa 4500 Einzelteilen zusammen. Mehr als 500 Stunden verbrachte er dazu im heimischen Keller. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Maßstab 1 zu 10 ist der Koloss detailgetreu nachgebaut, ist immerhin noch mehr als 1, 60 Meter lang und rund 20 Kilogramm schwer.

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Ein Blick in das Führerhaus des „Killer Trucks" zeigt die große Detailgenauigkeit des Modells.

Foto:

Detlev Junker

Selbstverständlich hat der Truck auch eine eigene Soundanlage an Bord. „Die hat zwei Lautstärken. Einmal für den Messeeinsatz, da muss es etwas lauter sein, und einmal für den Einsatz auf der heimischen Terrasse", sagt der Tüftler, für den die technischen Finessen beim Modellbau den Reiz ausmachen.

Ein weiteres Fahrzeug ist ebenfalls ein Prunkstück in der Finkschen Sammlung. Ein 20 Kilogramm schwerer Büssing-LKW, zusammengehalten von 3500 Schrauben und Muttern. Rund 1100 Euro hat Finke in dieses Fahrzeug investiert, auch hier eine eigene Geräuschsimulation inklusive. Traktoren, Kräne und sonstige Fahrzeuge runden die Modellpalette ab.

Mit einem geschenkten Metallbaukasten fing alles an

Angefangen hat es mit dem Metallmodellbau bei Finke bereits im Alter von acht Jahren. Damals bekam er den ersten eigenen Metallbaukasten zu Weihnachten geschenkt. Sieben Jahre lang faszinierte ihn dieses Hobby, bis er dann mit 15 Jahren die Metallbaukästen schloss und sich auf seine Ausbildung zum Elektromechaniker konzentrierte. Erst 15 Jahre nach einem, an die Lehre anschließenden, Studium zum Elektroingenieur erwachte die alte Liebe wieder neu.

Seitdem ist die ganze Familie in das Hobby einbezogen. Sohn Thomas und Tochter Annegret teilen Vaters Berufung ebenso wie Ehefrau Ursula. Die Familie begleitet ihn zum Beispiel auf nationale und internationale Ausstellungen oder unterstützt ihn bei der Pflege des Modellbau-Internetauftritts.

Und als sei es damit noch nicht genug hat sich Finke auch einen Namen in der Fachliteratur gemacht. Selbst ein australisches Fachmagazin hat über den Mann aus Sechtem berichtet und seine metallenen Modellfahrzeuge auch in Down Under bekannt gemacht. Darüber hinaus betätigt er sich seit 2001 im Freundeskreis Metallbaukasten. Eine Vereinigung, in der mittlerweile über 300 Metallbaukastenliebhaber aus ganz Europa in Kontakt miteinander stehen.


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